Nach „unanständigem“ Angebot

IG Metall in Berlin ruft zu 24-Stunden-Streiks bei BMW und Mercedes auf

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IG-Metall-Chef Jörg Hofmann warf der Arbeitgeberseite vor, es auf den Abbruch der Gespräche "angelegt" zu haben.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall zu 24-Stunden-Warnstreiks aufgerufen - unter anderem bei BMW und Mercedes.

Berlin - Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall in Berlin am Dienstag die Unternehmen genannt, deren Beschäftigte sie zu 24-Stunden-Warnstreiks aufruft. BMW, Mercedes und das Logistikunternehmen Schnellecke müssen ab Freitagmorgen damit rechnen, dass bei ihnen die Arbeit bis Samstagmorgen ruht. Die Gewerkschaft ruft insgesamt mehrere tausend Beschäftige zu den Warnstreiks auf.

Nach dem Abbruch der Tarifgespräche in der deutschen Metall- und Elektroindustrie beginnt die IG Metall am Dienstagabend mit ihren ersten 24-Stunden-Warnstreiks. Laut Gewerkschaft werden unter anderem Mitarbeiter der Firmen Heidelberg Manufacturing und Huber Packaging in Baden-Württemberg mit Beginn der Spätschicht die Arbeit niederlegen.

Streikbeginn am Dienstagabend

Mit Beginn der Tagesschichten am Mittwoch soll die Zahl der bestreikten Betriebe bundesweit auf mehr als 80 steigen, wobei der Schwerpunkt der ersten Streikwelle zunächst im Maschinen- und Fahrzeugbau liegt. Betroffen sein werden laut IG Metall unter anderem Standorte des Fahrzeugbauers MAN und des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen in Bayern. Die meisten Bezirke gaben zunächst keine Informationen frei.

Am Samstag waren die Verhandlungen im Pilotbezirk Baden-Württemberg gescheitert, und zwar vor allem am Streit über einen von der IG Metall geforderten Zuschuss für Beschäftigte mit Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen oder in Schichtarbeit, den die Arbeitgeber strikt ablehnen.

Der Gewerkschaftschef nannte das Angebot der Arbeitgeber "unanständig"

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann warf der Arbeitgeberseite vor, es auf den Abbruch der Gespräche "angelegt" zu haben. Sie sei "entsprechend vorbereitet" gewesen, sagte Hofmann dem "Tagesspiegel" vom Dienstag.

Das Angebot der Arbeitgeber bis dahin nannte der Gewerkschaftschef "unanständig". Die Konjunktur laufe hervorragend, die Ertragslage der Unternehmen sei extrem gut, "und dann machen die uns ein Angebot, das bei einer Vertragslaufzeit von 27 Monaten nicht mal die Inflation ausgleicht".

Die Tagesstreiks diese Woche seien nötig und gäben den Arbeitgebern Zeit, "um an einer rationalen Verhandlungsstrategie zu arbeiten". Klar sei aber auch: "Niemand hat Lust auf einen großen Arbeitskampf."

AFP

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