Nach Zug-Fusion von Siemens

IG Metall: Druck auf Bombardier steigt

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Das Logo des Zugherstellers Bombardier Transportation bei einer Pressekonferenz in Berlin. Foto: Britta Pedersen

Berlin/München (dpa) - Die Fusion der Zugsparte von Siemens mit dem französischen Alstom-Konzern hat aus Sicht der Gewerkschaft IG Metall Auswirkungen für Bombardier. "Durch den Zusammenschluss von Siemens und Alstom nimmt der Druck auf Bombardier zu.

Ich sehe das mit einer gewissen Sorge", sagte Olivier Höbel, Leiter des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, der "Welt am Sonntag". "Allerdings war der Druck schon vorher groß."

Ronald Pörner, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, sagte: "Zwar geht Siemens gestärkt aus der Fusion heraus, aber weil Bombardier auf dem deutschen Markt stark vertreten ist, kann man sich durchaus Sorgen um den Bahnstandort Deutschland machen."

Bombardier hat laut Zeitung in Deutschland mit 8500 Beschäftigten und acht Standorten wesentlich größere Kapazitäten als Siemens. Die Werke seien allerdings nicht ausgelastet, seit fünf Jahren schreibe die Bahnsparte des kanadischen Bombardier-Konzerns Verluste.

Nach Ansicht der Bahnexpertin Maria Leenen ist das Zusammengehen der beiden Konkurrenten "äußerst bitter" für den Bombardier-Konzern. "Er wird der große Verlierer dieser Fusion sein", sagt die Chefin des Beratungsunternehmens SCI der Zeitung.

Mit der Fusion ihrer Zugsparten reagieren Siemens und Alstom auf den Wettbewerbsdruck, der nach dem Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Giganten CRRC massiv gewachsen war.

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