Hochtief-Betriebsrat droht IG Bau Konsequenzen an

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Mitarbeiter von Hochtief nehmen in Essen an einer Betriebsversammlung teil (Archivbild).

Essen - Hochtief-Betriebsratschef Siegfried Müller hat nach der Vereinbarung des spanischen ACS-Konzerns mit der IG Bau Konsequenzen angedroht.

“Wir sind bestürzt und müssen überdenken, wie die Zusammenarbeit mit der IG Bau weitergeht“, sagte Müller am Donnerstag der dpa. Die Aussagen seien fast schon geschäftsschädigend. Der “Welt“ (Donnerstag) sagte Müller, er sei “völlig konsterniert und bestürzt“. Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen ACS und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für den Fall der Hochtief-Übernahme durch die Spanier.

Rücktritte von IG-Bau-Vertretern gefordert

Ein Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmerseite forderte den Rücktritt der beiden IG-Bau-Vertreter, darunter Gewerkschaftschef Klaus Wiesehügel, in den Ausschüssen des Kontrollgremiums. Es herrsche kein Vertrauen mehr zur IG Bau. Vereinbarungen seien hinter dem Rücken der Arbeitnehmervertreter getroffen worden. “Es ist die Frage, ob wir die Gewerkschaft wechseln“, sagte der Aufsichtsrat- Vertreter der dpa.

In dem gemeinsamen Papier von ACS und IG BAU werden die Eigenständigkeit von Hochtief und der Hauptsitz in Essen festgeschrieben. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen werden darin garantiert. ACS werde den Vorstand nicht zu betriebsbedingten Kündigungen bei deutschen Arbeitsverhältnissen drängen und eine Strategie zum Ausbau des deutschen Marktes unterstützen, heißt es in der Vereinbarung, die bis Ende 2013 läuft. IG-BAU-Sprecher Ruprecht Hammerschmidt hatte die Vereinbarung als “eine schriftliche Zusage von hoher Qualität“ gelobt. Betriebsrat Müller betonte, Kündigungen seien ohnehin bis 2012 nicht möglich.

dpa

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