H&M gibt nach: Weniger Chemikalien in Klamotten

+
H&M betreibt in Deutschland 377 Textilhäuser.

Stockholm - Die Textilkette Hennes&Mauritz beugt sich einer Greenpeace-Kampagne gegen schädliche Chemikalien: Ab sofort solle der Einsatz gefährlicher Stoffe bei der Textilherstellung besser kenntlich gemacht werden,

Dies teilte H&M am Dienstag in Stockholm mit. Langfristiges Ziel sei der völlige Verzicht auf diese Stoffe bis 2020.

Greenpeace hatte in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland und Schweden, gegen die Verwendung von giftigen Chemikalien beim Färben, Waschen, Bleichen und Bedrucken von H&M-Textilien protestiert. Dabei beklebten Umweltschützer unter anderem Fassaden schwedischer H&M-Kaufhäuser mit Plakaten.

Greenpeace wirft dem Konzern sowie auch anderen großen Textil-Konzernen Mitverantwortung für Umwelt- und Gesundheitsschäden in den Herstellerländern vor. So sei durch eigene Tests nachgewiesen worden, dass bei der Textilproduktion für diese Marken Flüsse in China mit schadstoffhaltigen Abwässern belastet wurden. Rückstände des hormonell wirksamen Umweltgiftes Nonylphenol hätten sich auch in den Textilien von H&M und weiteren Marken gefunden.

“Saubere Mode ist diese Saison im Trend“

In der von H&M veröffentlichten Erklärung dazu hieß es: “Greenpeace verlangt die völlige Ausschaltung von gefährlichen Chemikalien aus der globalen Versorgungskette mit Textilien. H&M teilt dieses Ziel mit Greenpeace.“ Der Konzern, der in Deutschland 377 und weltweit 2200 Textilhäuser betreibt, will der Umweltorganisation unter anderem sofort eine Liste der Zulieferer aus diesen Ländern übermitteln.

Der zuständige Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen meinte zur Reaktion aus Schweden: “Saubere Mode ist diese Saison im Trend“. Er verwies darauf, dass vorher auch schon große Unternehmen wie adidas, Nike und Puma positiv auf die Kampagne reagiert hätten. Die gesamte Branche müsse nun erkennen, dass schmutzig hergestellte Mode in Zukunft “nicht mehr salonfähig ist“.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends

Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends

Airbus bildet mit Bombardier Allianz gegen Boeing

Airbus bildet mit Bombardier Allianz gegen Boeing

Discounter expandiert: In diese fünf Städte kommen bald Primark-Filialen

Discounter expandiert: In diese fünf Städte kommen bald Primark-Filialen

Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer

Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer

Kommentare