Bestechung: Hewlett-Packard muss blechen

Washington - Beamtenbestechung kommt Hewlett-Packard teuer zu stehen. Der weltgrößte Computerhersteller muss nahezu 16,3 Millionen Dollar zahlen.

Der Grund: Mitarbeiter zweier Partnerfirmen hatten texanische Schulbeamte mit teuren Geschenken umgarnt, während Ausschreibungen für Internetanschlüsse liefen. Sie luden die Verantwortlichen von zwei Schulbezirken zum Essen ein, spendierten ihnen Bootsausflüge oder Karten zum Super Bowl, dem Endspiel in der National Football League. HP legte den Fall mit einem Vergleich zu den Akten, den das Justizministerium und der Netzregulierer FCC am Mittwoch (Ortszeit) in Washington bekanntgaben. Vier Tippgeber hatten die Ermittler auf die Spur gebracht und erhalten nach US-Recht dafür nun einen Anteil an der Vergleichssumme von insgesamt rund 2,2 Millionen Dollar.

Der Rest des Geldes fließt in das “E-Rate program“, mit dem Schulen und öffentliche Bibliotheken ans Netz gebracht werden. Der Chef einer der beiden HP-Partnerfirmen und der Verantwortliche des Schulbezirks Dallas waren bereits 2008 zu Gefängnisstrafen von mehr als zehn Jahren verurteilt worden. HP steht bis auf weiteres unter verschärfter Beobachtung. Erst im Sommer hatte der Computerhersteller 55 Millionen Dollar zahlen müssen, weil er vom Staat überhöhte Preise verlangt und Einkäufer bestochen hatte. Auch hier hatten sogenannte Whistleblower den Fall ins Rollen gebracht.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Werder auf dem Freimarkt

Werder auf dem Freimarkt

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Meistgelesene Artikel

Zuckerberg entschuldigt sich für virtuellen Puerto-Rico-Ausflug

Zuckerberg entschuldigt sich für virtuellen Puerto-Rico-Ausflug

Dämpfer für Aktionäre im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht

Dämpfer für Aktionäre im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht

Grüne fordern mehr Transparenz bei Prüfung und Zulassung von Glyphosat in Europa

Grüne fordern mehr Transparenz bei Prüfung und Zulassung von Glyphosat in Europa

BASF: Von Schäumen aus belastetem Stoff geht keine Gefahr aus

BASF: Von Schäumen aus belastetem Stoff geht keine Gefahr aus

Kommentare