Eon vor Uniper-Abspaltung wieder tief in den roten Zahlen

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Blick auf die Konzernzentrale von Uniper in Düsseldorf: Die Abspaltung der Kraftwerks- und Handelstochter von Eon könnte teuer werden. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Essen (dpa) - Der radikale Umbau reißt den Energiekonzern Eon wieder tief in die roten Zahlen. Deutschlands größter Versorger muss erneut Milliarden-Abschreibungen auf seine vor der Abspaltung stehende Kraftwerks- und Handelstochter Uniper vornehmen.

Das führte zu einem Verlust von drei Milliarden Euro im ersten Halbjahr, wie Eon heute in Essen mitteilte.

Uniper soll im September an die Börse gehen. Bereits in den beiden Vorjahren hatte Eon im Zuge seiner Neuausrichtung hohe Abschreibungen vorgenommen und Milliardenverluste verbucht.

Der Konzern hatte Investoren schon im April auf neuerliche Wertberichtigungen vorbereitet. Zuletzt stand Uniper noch mit 15,5 Milliarden Euro in den Büchern. Diese Bewertung gilt als zu hoch, Analysten schätzen den tatsächlichen Wert nur noch auf bis zu 5,5 Milliarden Euro.

Der genaue Preis wird beim Uniper-Börsengang feststehen. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Börsengang, sondern eine Abspaltung vom Mutterkonzern. Deshalb bekommen Eon-Aktionäre automatisch für zehn Aktien einen Uniper-Anteilsschein. Eon selbst behält zunächst 46,65 Prozent der Anteile, die erst in einiger Zeit veräußert werden sollen.

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