Abgas-Skandal

Grüne: Wiedergutmachung für Diesel-Besitzer bei Folgeschäden

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Nach Ansicht der Grünen sollte es bei Folgeschäden eine "angemessene" Entschädigungen für Besitzer betroffener Diesel-Autos geben. Foto: Ole Spata

Berlin/Frankfurt/Main (dpa) - Die Grünen erhöhen im Abgas-Skandal den Druck auf die Autokonzerne. Zur Automesse IAA und kurz vor der Bundestagswahl konfrontiert die Öko-Partei die Hersteller mit einem Fünf-Punkte-Forderungskatalog.

Er sieht "angemessene" Entschädigungen für Besitzer betroffener Diesel-Autos vor, sollten die Fahrzeuge nach einem Software-Update oder einer Umrüstung mehr Sprit verbrauchen oder die Motorleistung nachlassen. "Die nachgerüsteten Fahrzeuge müssen voll funktionstüchtig bleiben. Die Hersteller müssen sich bereit erklären, für Folgeschäden zu haften", heißt es in der Auflistung der Grünen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

In dem Papier rufen die Grünen den Verband der Automobilindustrie (VDA) auf, "seine Verteidigungsschlacht für fossile Kraftstoffe zu beenden und aufzuhören, in altbekannter Manier von Brüssel über Berlin bis nach Peking gegen ambitionierte Grenzwerte und Umweltstandards zu lobbyieren". Das Auto von morgen werde abgasfrei fahren. "Wir Grüne wollen, dass es in Deutschland gebaut wird." Der VDA müsse sich darauf einstellen, dass ab 2030 nur noch abgasfreie Autos in Deutschland neu zugelassen würden.

Ob die Grünen dies in einer möglichen Koalition mit Union und FDP durchsetzen könnten, ist fraglich. Die Spitzen von CDU und CSU, Kanzlerin Angela Merkel und Horst Seehofer, sehen für Verbrennungsmotoren noch eine jahrzehntelange Zukunft.

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