Griechenland kämpft weiter um Notkredite

Athen/Brüssel - Griechenland muss weiter um die nächste Tranche von Notkrediten von Europartnern und des Internationalem Währungsfonds (IWF) kämpfen.

Eine am Montagabend ergebnislos abgebrochene Telefonkonferenz von Finanzminister Evangelos Venizelos mit den Troika-Experten von EU, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) sollte am (heutigen) Dienstagabend fortgesetzt werden.

Noch ist es Venizelos noch nicht einmal gelungen, dass die Troika wieder nach Athen reist und vor Ort die griechischen Sparbemühungen überprüft. “Dazu wird es auch erst kommen, wenn genügend Elemente dafür vorliegen“, hieß es dazu am Dienstag aus der EU-Kommission.

Die Lage bleibt vertrackt. Athen braucht im Oktober acht Milliarden Euro aus dem laufenden Kreditprogramm, sonst droht noch im selben Monat die Pleite. Eigentlich sollte das Geld im September fließen. Doch nach dem Abbruch der Troika-Mission in Athen vor drei Wochen vertagten die Euro-Finanzminister am Freitag ihre Entscheidung auf den kommenden Monat.

Die Entscheidung der Regierung, eine klaffende Finanzierungslücke durch eine eilige Eigentumssteuer zu füllen und diese per Stromrechnung einzuziehen, hat noch nicht alle Partner überzeugt. Der IWF-Vertreter in Griechenland, Bab Traa, hatte Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Montag zur Beschleunigung der Strukturreformen gedrängt und auch mehr Tempo bei der Reform des Öffentlichen Dienstes angemahnt. Gegen diesen Plan wollten am Abend in Athen abermals tausende Angestellte auf die Straße gehen.

dapd

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