Kein Vertrauen in politische Führung

Griechen pessimistisch: 2013 wird noch schlimmer

Athen - Fast drei Viertel aller Griechen denken, dass das kommende Jahr noch schlimmer wird als das ohnehin schon schwierige 2012. Trotzdem sind ebenso viele Helenen für einen Verbleib in der Eurozone.

Für die meisten Menschen im wirtschaftlich am Boden liegenden Griechenland ist das Schlimmste noch nicht ausgestanden. Knapp 72 Prozent gehen davon aus, dass 2013 für sie ein schlimmeres Jahr wird als das ohnehin schon schwierige 2012. 64 Prozent sehen eine Verschlimmerung der Gesamtlage in Griechenland voraus. Den Verbleib in der Eurozone halten dennoch gut drei Viertel der Griechen für das geringere Übel, nur 16 Prozent befürworten die Rückkehr zur Drachme. Das ergab eine in der Athener Sonntagszeitung „To Vima“ veröffentlichte Umfrage zum Jahreswechsel.

Dabei trauen die Griechen ihrer politischen Führung mehrheitlich nicht zu, bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung Nägel mit Köpfen zu machen. 68 Prozent sind mit der Regierung in diesem Punkt mehr oder weniger unzufrieden. Zugleich zeigen sich die Befragten überraschend reformfreudig: Zwei Drittel sind beispielsweise dafür, einen Teil der Kommunalangestellten in eine sogenannte „Arbeitsreserve“ zu schicken, 63 Prozent sind für Privatisierungen und fast 87 Prozent für die Zusammenlegung staatlicher Stellen.

dpa

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