Gigantisches Amazonas-Kraftwerk startet Teil-Betrieb

+
Gegen das Kraftwerkprojekt Belo Monte und einen Staudamm am Tapajós-Fluss im Herzen des brasilianischen Amazonasgebiet hat es zahlreiche Proteste gegeben. Foto: Fernando Bizerra Jr

Altamira (dpa) - Die ersten Turbinen eines der weltweit größten Kraftwerke sind von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff offiziell in Betrieb genommen worden.

Das hoch umstrittene Wasserkraftwerk Belo Monte im Norden des Amazonasgebiets soll nach der bis 2019 geplanten vollständigen Fertigstellung eine Leistung von 11 233 Megawatt haben und bis zu 60 Millionen Menschen mit Energie versorgen. Die Planungen für die mit mehreren Staubecken im Rio Xingu konstruierte Anlage begannen 1975. Rund 20 000 Arbeiter errichten das Kraftwerk. Rousseff sprach von einer "grandiosen Ingenieursleistung".

Zunächst beträgt die Leistung zur kommerziellen Stromproduktion nur 649,9 Megawatt. Enorme Kostensteigerungen, Umweltzerstörungen und mehrere getötete Arbeiter hatten die Kritik an dem Kraftwerksprojekt verstärkt.

Neben Belo Monte plant die Regierung ein weiteres Mega-Projekt, am Tapajós-Fluss im Herzen des brasilianischen Amazonasgebiet. Hier ist ein Staudamm über 7,6 Kilometer Länge geplant, um riesiges Wasserkraftwerk mit über 8000 Megawatt Leistung zu bauen. Der indigenen Stamms der Munduruku fürchtet dadurch den Verlust seiner natürlichen Lebensgrundlagen.

Infos zum Projekt Belo Monte

Greenpeace-Analyse zu Risiken und Konsequenzen des Projekts Tapajos

Das könnte Sie auch interessieren

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

So funktioniert Virtual Fitness

So funktioniert Virtual Fitness

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Meistgelesene Artikel

Diese zwei Kindersitze sind gefährlich, warnt Stiftung Warentest

Diese zwei Kindersitze sind gefährlich, warnt Stiftung Warentest

Daimler bessert mehr als drei Millionen Fahrzeuge nach

Daimler bessert mehr als drei Millionen Fahrzeuge nach

Reaktion auf Brexit: Easyjet gründet Fluggesellschaft in Wien

Reaktion auf Brexit: Easyjet gründet Fluggesellschaft in Wien

McDonalds und Co.: Mitarbeiter bekommen mehr Lohn

McDonalds und Co.: Mitarbeiter bekommen mehr Lohn

Kommentare