Boom in China: Gewinnsprung bei Volkswagen

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Mit einem Gewinnsprung startet der Volkswagen-Konzern in das Jahr 2010.

Wolfsburg - Europas größter Autokonzern Volkswagen hat im Auftaktquartal 2010 einen Gewinnsprung erzielt. Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 95 Prozent auf 473 Millionen Euro.

Der Volkswagen-Umsatz stieg im gleichen Quartal um mehr als 19 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro. Das teilte VW am Mittwoch in Wolfsburg bei der Vorstellung von Eckdaten für das erste Quartal mit.

Hauptgrund für die Zuwächse dürften Kostensenkungen sowie der deutlich höhere Absatz sein. Außerdem war VW im Vorjahresquartal von der Branchenkrise erwischt worden und hatte Einbrüche bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Nur durch den Verkauf des brasilianischen Lkw-Geschäfts hatte der Konzern im ersten Quartal 2009 einen Verlust verhindert.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres lag das operative Ergebnis bei 848 Millionen Euro, nach 312 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern stieg von 52 auf 703 Millionen Euro. Detaillierte Zahlen zum ersten Quartal und damit zur Entwicklung etwa der Konzern-Kernmarke VW legt VW am 29. April vor.

Seine weltweiten Verkäufe hatte VW im ersten Quartal vor allem dank des Booms auf dem chinesischen Markt um mehr als ein Viertel auf 1,7 Millionen Fahrzeuge gesteigert.

Die Modelloffensive werde fortgesetzt. Außerdem sollen die Kosten weiter gesenkt werden. “Wir setzen weiterhin auf eine konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin.“ Große Hoffnungen setzt VW zudem auf eine neue Fertigungsweise, mit der neue Modelle schneller und kostengünstiger entwickelt, gebaut und auf den Markt gebracht werden können.

Für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern seine Prognose, Umsatz sowie Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. “Der gute Start in das laufende Jahr zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn. Volkswagen wolle am Wachstum der Automobilmärkte überproportional partizipieren.

Der Konzern hat ehrgeizige Ziele: Bis spätestens 2018 will Volkswagen Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen. Derzeit ist VW hinter Toyota und dem US-Autobauer General Motors die Nummer drei. Der VW-Absatz soll sich auf rund zehn Millionen Fahrzeuge jährlich erhöhen, auch die Ertragskraft soll steigen. Im vergangenen Jahr hatte die weltweite Wirtschaftskrise auch bei Volkswagen Spuren hinterlassen.

Der Konzern schrieb im Gegensatz zu anderen Autobauern zwar keine roten Zahlen. Der Gewinn brach jedoch im Vergleich zum Vorjahr um fast 81 Prozent auf 911 Millionen Euro ein, auch der Umsatz sank deutlich. Zwar hatte VW 2009 seinen Absatz auch dank staatlicher Konjunkturprogramme wie der Abwrackprämie gegen den Trend gesteigert, und zwar um 0,6 Prozent auf 6,3 Millionen Autos. Die Prämie kurbelte jedoch vorwiegend den Verkauf kleinerer Wagen mit geringeren Gewinnspannen an. Ungünstige Wechselkurse und ein geringeres Zins- und Wertpapierergebnis ließen den Gewinn zudem einbrechen. Gute Geschäfte machte VW in Märkten wie China und Brasilien, dort sind die Margen aber vergleichsweise gering.

dpa

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