Insolvenzverfahren beginnt

Geschäftsbetrieb bei Bahn-Konkurrent Locomore eingestellt

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Ein Zug des Crowdfunding-Unternehmens Locomore am Hauptbahnhof in Stuttgart. Foto: Christoph Schmidt

Berlin (dpa) - Der private Fernzug-Betreiber Locomore hat den Geschäftsbetrieb eingestellt. Da sich bis Ende Juli kein Investor gefunden habe, sei am 1. August das Insolvenzverfahren eröffnet und der Betrieb eingestellt worden, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters der Deutschen Presse-Agentur.

"Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Investor den Zug noch einmal wieder auf die Strecke bringt", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Rolf Rattunde. Dennoch sei der Schritt notwendig gewesen, weil das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter ausgelaufen sei. Über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hatte zuvor die Zeitung "Die Welt" berichtet.

Locomore hatte im Dezember vergangenen Jahres angefangen, als private Fernverkehrs-Konkurrenz zur Bahn die Verbindung Berlin-Stuttgart anzubieten. Im Mai hatte das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt, nachdem die Zahl der Fahrgäste und die Einnahmen pro Fahrgast nicht schnell genug gestiegen waren, um kostendeckend zu sein, wie es hieß. Wenn sich nun im Laufe des Insolvenzverfahrens kein Investor findet, droht eine Abwicklung des Unternehmens.

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