GDL-Chef droht mit flächendeckendem Streik

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Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, droht mit flächendeckendem Streik.

Berlin - Einen Tag vor dem Beginn der Warnstreiks hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, mit einer Ausweitung des Arbeitskampfes zum flächendeckenden Streik gedroht.

“Solange wir kein verhandlungsfähiges Angebot bekommen, werden wir die Arbeitskämpfe steigern - bis zum flächendeckenden Streik“, sagte Weselsky der “Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht. Der erste Arbeitskampf werde nicht länger als drei Stunden dauern, aber eine sehr wirksame Aktion sein.

Kritik von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an den Streikmaßnahmen wies Weselsky zurück. “Ich erwarte vom Minister, dass er sich nicht in Tarifverhandlungen einmischt“, sagte der GDL-Chef. Ramsauer hatte die Lokführer ermahnt, die Berufspendler dürften nicht als Geiseln herhalten.

Eisenbahn-Gewerkschaft greift Lokführer an

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Arbeitgeber in der Sonntagsausgabe des Berliner “Tagesspiegel“ davor gewarnt, den Forderungen der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) nachzugeben. “Wenn die Arbeitgeber der GDL einen besseren Abschluss als mit uns zugestehen, wird das weitreichende Konsequenzen haben“, sagte EVG-Vorsitzender Alexander Kirchner der Zeitung. Dann werde man Nachverhandlungen fordern und gleiche Bedingungen verlangen.

Schon im Sommer habe die EVG die Arbeitgeber vor der nun eintretenden Situation gewarnt. Es gehe nicht an, dass eine Berufsgruppe allein auf ihren Vorteil bedacht sei. Es gehe um alle Mitarbeiter in einem Unternehmen, nicht nur um die Lokführer. Kirchner kritisierte zudem das Vorhaben der GDL, auch die krisengeschüttelte Berliner S-Bahn zu bestreiken. “Wenn man es sich vermiesen will mit den Kunden, dann macht man das so wie die GDL.“

dapd

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