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Gas-Umlage: Bis zu 1000 Euro mehr – das kommt im Herbst auf Verbraucher zu

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Von: Patricia Huber

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Durch die anstehende Gas-Umlage kommen ordentliche Zusatzkosten auf Gas-Kunden zu. Bis zu 1000 Euro mehr müssen Haushalte dann voraussichtlich bezahlen.

Berlin/München – Die Gas-Krise und die Unsicherheiten bei der Gas-Versorgung wirken sich auf die Preisentwicklung aus. Im April kostete die Kilowattstunde Gas laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft im Durchschnitt etwa 14 Cent – das ist fast doppelt so viel, wie noch im Jahr zuvor. Heißt also, Verbraucher zahlen jetzt bereits deutlich mehr für ihr Gas. Doch im Oktober dürfte es noch einmal teurer werden. Denn ab dann dürfen Erdgas-Importeure ihre gestiegenen Preise auf die Gas-Kunden umlegen.

Gas-Umlage: Bis zu 1000 Euro mehr Kosten für Gas-Kunden

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) rechnet damit, dass wegen der Gas-Umlage jährlich Kosten von mehreren Hundert Euro pro Haushalt auf die Verbraucher zukommen. Die Höhe der Umlage stehe noch nicht endgültig fest. Sie werde aber in der Spanne von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde liegen, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt). Laut Handelsblatt könnten sich die zusätzlichen Gas-Kosten bei einem Vier-Personen-Haushalt sogar auf bis zu 1000 Euro belaufen.

Die genaue Höhe der Umlage solle bis Mitte oder Ende August im Internet veröffentlicht werden, verlautete aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie hänge davon ab, welche Ausgleichsansprüche die Gasimporteure geltend machten. Von der Extra-Zahlung sind nicht nur Privathaushalte, sondern auch Firmen betroffen.

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Gas-Umlage: Verbraucherschützer fordern Entlastungen

Aufgrund der enormen Preiserhöhungen in vielen Bereichen werden auch bezüglich der Gas-Umlage derzeit von vielen Seiten Entlastungen gefordert. Habeck betonte, dass es Entlastungen für jene Bürger geben werde, die wegen der Umlage an die Armutsgrenze rutschten. „Das ist kein guter Schritt, aber ein notwendiger Schritt“, erklärte er. Verbraucherschützer forderten ein schnelles Hilfspaket spätestens bis Oktober.

Auch die Linke fordert, etwas für die finanzielle Entlastung der Bürger zu tun. Die Vize-Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Gesine Lötzsch, sagte am Freitagmorgen im rbb24 Inforadio, es brauche statt der Umlage eine Höchstgrenze für Gaspreise. Man sehe, dass es in anderen Ländern wie beispielsweise in Frankreich, Spanien oder Portugal auch anders gehe, so Lötzsch. „Darum fordern wir als Linke einen Gaspreis-Deckel.“

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