Gipfel der Finanzminister in China

G20-Staaten wollen Steuertricks von Google und Co. beenden

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Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble beim Treffen der G20-Finanzminister im chinesischen Chengdu.

Chengdu - Konzerne wie Google und Starbucks verschieben ihre Gewinne in Länder mit niedrigen Steuern. Die Finanzminister der G20-Staaten fordern Konsequenzen.

Die Finanzminister der G20-Staaten dringen auf strengere Steuerregeln für multinationale Konzerne. US-Finanzminister Jacob Lew und andere Minister sprachen sich am Samstag bei einem Treffen im chinesischen Chengdu für eine vertiefte Kooperation bei dem Austausch von Steuerdaten aus. Es müsse gemeinsame internationale Standards bei Steuerfragen geben, sagte Lew. Staaten müssten "kollektiv" gegen Nichtbesteuerung von Konzernen angehen.

"Als die aktuellen grenzüberschreitenden Steuerregeln entwickelt wurden, basierten sie auf Konzepten, die Geographie und nationale Grenzen widerspiegelten", sagte der US-Finanzminister. Vieles davon sei heute durch den Fortschritt der Technologie "schwerer zu definieren". Die Staaten sehen mit Sorge, dass viele Großkonzerne wie Google und Starbucks ihre Gewinne in Länder mit niedrigen Steuern verschieben und so ihre Abgaben deutlich reduzieren.

Staaten wie Irland und Luxemburg locken Konzerne mit extrem niedrigen Steuern an. Während dies in Irland vergangenes Jahr zu einem Rekordwachstum von 26,3 Prozent führte, entgehen damit vielen Staaten wichtige Einnahmen. Die G20-Staaten setzen sich bereits seit längerem dafür ein, dass Staaten Angaben zu den Eigentümern von Briefkastenfirmen teilen. Länder, die sich nicht am Informationsaustausch in Steuerfragen beteiligen, sollen auf eine schwarze Liste kommen.

afp

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