Bericht der "Welt am Sonntag"

Fusion von Deutscher und Postbank kostet jede fünfte Stelle

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Bei der Fusion der Deutschen Bank mit der Postbank könnte in den kommenden vier Jahren nahezu jede fünfte Stelle wegfallen. Foto: Federico Gambarini

Berlin (dpa) - Bei der Fusion der Deutschen Bank mit der Postbank könnte in den kommenden vier Jahren nahezu jede fünfte Stelle wegfallen. Die Zahl der Beschäftigten im Privat- und Firmenkundengeschäft beider Häuser solle von derzeit rund 30.000 um ein Fünftel verringert werden.

Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Umfeld der Banken. Über freiwillige Abfindungsprogramme sowie die normale Fluktuation sollen etwa 1500 Stellen pro Jahr wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Mitte 2021 ausgeschlossen. Das Institut wollte dies auf Nachfrage nicht bestätigen, dementierte es aber auch nicht.

Vize-Vorstandschef Christian Sewing sagte dem Blatt: "Konkrete Maßnahmen zum Mitarbeiterabbau kommunizieren wir immer dann, wenn wir ein Etappenziel erreicht und es mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt haben." Es sei aber klar, dass Doppelfunktionen abgebaut würden. Genaueres werde nach der juristischen Verschmelzung beider Banken im zweiten Quartal entschieden. Auch eine Sprecherin betonte auf Anfrage, es würden grundsätzlich keine Zahlen genannt oder kommentiert, bevor nicht ein mit den Sozialpartnern besprochenes und beschlossenes Konzept vorliege.

Die Bank hatte für ihr Privatkundengeschäft im Mutterkonzern und in der Postbank Ende Dezember ein Freiwilligen-Programm aufgelegt, mit dem bis zu 1000 Stellen eingespart werden sollten. Zuletzt haben sich Berichten zufolge mehr als jene 1000 Mitarbeiter gemeldet.

In beiden Häusern bewegt sich die Fluktuation - also auch die Zahl ausscheidender Mitarbeiter - dem Vernehmen nach bei zusammen 500. Die Deutsche Bank hat mit den Gewerkschaften im vergangenen Oktober vereinbart, dass betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2021 ausgeschlossen sind. Daher sind freiwillige Schritte wichtig.

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