Stärkung der Branche erhofft

Friseure: Mindestlohn ohne negativen Folgen

Berlin - Das Friseurhandwerk erwartet von dem zum Jahresbeginn eingeführten Mindestlohn keine negativen Auswirkungen für die Branche.

"Ich gehe davon aus, dass die traditionellen Betriebe mit drei bis zehn Mitarbeitern nun durch den Mindestlohn sogar gestärkt werden", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Durch den Trend zum Billigfriseur und die damit verbundene teilweise schlechte Bezahlung sei die Zahl der angestellten Friseure in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Es seien immer mehr Ein-Personen-Betriebe entstanden.

"Durch den Mindestlohn wird sich die Zahl der Angestellten ebenso stabilisieren wie die Zahl der Auszubildenden", prognostizierte Müller. "Die Umsätze im Friseurhandwerk werden nicht sinken." Er fügte hinzu: "Für 2015 wäre es dann schön, wenn wir uns auf diesem Niveau stabilisieren." 2013 hatte der Erlös der Branche bei 5,9 Milliarden Euro gelegen, was einem Plus von 1,5 Prozent entsprach.

Der Zentralverband vertritt die Interessen von gut 80.000 Friseursalons hierzulande mit insgesamt 191.000 Beschäftigten. Mit Verdi hatte sich der Verband bereits 2013 auf einen schrittweise steigenden Mindestlohn verständigt, weshalb in der Branche jetzt noch nicht der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro gezahlt werden muss. Derzeit liegt er bei acht Euro pro Stunde im Westen und 7,50 Euro im Osten. Ab dem 1. August gelten bundesweit mindestens 8,50 Euro.

AFP

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