Friede Springer: Zeitungsverkauf war unumgänglich

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Friede Springer hat den Verkauf der Zeitungen verteidigt.

Berlin - Die Springer-Hauptaktionärin Friede Springer hat den Verkauf wichtiger Traditionsblätter verteidigt. Dennoch sei ihr die Entscheidung schwer gefallen.

"Auch wenn ich die Entwicklung des Marktes sehe und die logischen Konsequenzen, die sich daraus für uns als Zeitungshaus ergeben, fallen mir solche Entscheidungen ungemein schwer", sagte Springer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Angesichts des Branchentrends sei die Trennung von Titeln wie "Hörzu", "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" aber unumgänglich.

Springer betonte, sie verfolge die Entwicklung auf dem Zeitungsmarkt seit Jahren und sehe täglich Zahlen. "Das Alte ist vergangen", sagte die Verlegerin, "wirklich vergangen". Zugleich beteuerte Springer, an den verbliebenen Titeln "Bild" und "Welt" festhalten zu wollen. "Solange ich als Mehrheitsaktionärin hier etwas zu sagen und mitzubestimmen habe, werden die 'Welt'- und die 'Bild'-Gruppe nicht angetastet", sagte sie. "Die 'Bild'- und die 'Welt'-Gruppe bauen wir weiter aus, wir stärken sie - im Bereich von Print und Online."

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hatte am Donnerstag den Verkauf der Zeitungen an die Essener Funke-Gruppe bekanntgegeben, der die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) gehört. Mit den betroffenen Titeln hatte Verlagsgründer Axel Springer nach dem Krieg seinen Zeitungskonzern aufgebaut.

Am Wochenende wurde zudem bekannt, dass sich der Axel-Springer-Verlag auch von mehreren französischen Zeitschriften trennt. Der französische Verlag PGP sei an das Unternehmen Reworld Media verkauft worden, sagte ein Springer-Sprecher dem Branchenblatt "New Business". PGP verlegt in Frankreich Frauenmagazine sowie Koch- und Fernsehzeitschriften, darunter die Titel "Télé Magazine" und "Vie Pratique Féminin". Dem Bericht zufolge will Springer sich auch in Frankreich verstärkt auf das Digitalgeschäft konzentrieren.

AFP

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