Freispruch für früheren Conergy-Chef Dieter Ammer

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Der frühere Vorstandschef der Conergy-AG, Dieter Ammer. Foto: Daniel Reinhardt

Jahrelang standen juristisch ungeklärte Vorwürfe gegen den früheren Conergy-Chef Dieter Ammer im Raum. Nun endete das Strafverfahren gegen ihn nach sieben Jahren mit einem Freispruch. Das Verfahren gegen andere frühere Conergy-Manager ist damit jedoch nicht zu Ende.

Hamburg (dpa) - Dieter Ammer, der frühere Chef des Solarunternehmens Conergy, ist vom Landgericht Hamburg vom Vorwurf der Bilanzfälschung und des Insiderhandels freigesprochen worden.

Eine Gerichtssprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts". Für Ammer endet mit dem Freispruch ein langjähriges Verfahren. Die Vorwürfe betreffen Vorgänge im Frühjahr 2007, als er Aufsichtsrat des Unternehmens war, das mittlerweile in dieser Form nicht mehr existiert.

Das Verfahren gegen drei ehemalige Vorstände des Unternehmens werde dagegen fortgesetzt; hier sei noch kein Verkündungstermin in Sicht, erklärte die Sprecherin.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die Conergy-Bilanz für das Jahr 2006 gefälscht und so einen Gewinn von knapp 46 Millionen Euro ausgewiesen zu haben, wo bei korrekter Berechnung ein Verlust von 2 Millionen Euro angefallen wäre. Die Vorstände haben die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, sie hätten sich auf die Wirtschaftsprüfer verlassen. Zudem sollen sie Conergy-Aktien vor dem erwarteten Kurssturz verkauft haben.

Das Verfahren läuft bereits seit 2008. Die Staatsanwaltschaft hatte 2011 Anklage erhoben, doch begann die Hauptverhandlung vor dem Hamburger Landgericht wegen Überlastung erst im Frühjahr 2014.

Der einstige Börsenstar Conergy war 2007 in eine Krise geraten, konnte diese aber zunächst abwenden. Die Insolvenz folgte erst im Jahr 2013. Conergy wurde aufgeteilt; wesentliche Teile übernahm der US-Investor Kawa Capital. Als Anbieter von Systemlösungen und Services ist Conergy auch heute noch weltweit am Markt tätig.

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