Ermittlungen gegen Lafarge

Französischer Zementriese soll IS-Miliz bezahlt haben

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Paris - Wegen angeblicher Zahlungen an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien ist der französische Zementriese Lafarge unter Beschuss geraten.

Die Nichtregierungsorganisation Sherpa erstattete am Dienstag unter anderem wegen Terrorfinanzierung Anzeige gegen Lafarge, wie Sherpa-Chef William Bourdon sagte.

Die Tageszeitung "Le Monde" hatte im Juni berichtet, der Konzern habe sich 2013 und 2014 mit dem IS arrangiert, damit er ein Zementwerk im nordöstlich von Aleppo gelegenen Dschalabija weiter betreiben könne. Lafarge habe unter anderem zu erreichen versucht, dass Lastwagen und Mitarbeiter des Werks IS-Kontrollpunkte in der Region passieren können. Lafarge habe für den Betrieb des Werks auch vom IS produziertes Erdöl gekauft.

Die Dschihadisten nahmen das Zementwerk schließlich ein, die Produktion wurde gestoppt. Ein französischer Parlamentsausschuss kam im Juli zu dem Schluss, es gebe keinerlei Beweis dafür, dass Lafarge "direkt oder indirekt" oder auch nur "passiv" an der Finanzierung des IS beteiligt gewesen sei.

afp

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