Forster wirbt für Opel-Verkauf an Magna

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Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster

Berlin - Kurz vor der Entscheidung über die Zukunft des Autobauers Opel hat Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster erneut für den Verkauf an Magna geworben.

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Märkte wie Russland seien mit Hilfe des österreichisch-kanadischen Zulieferers leichter zu erschließen, neue Technologien einfacher einzuführen. Wenn die Entscheidung für Magna falle, würden die Verträge möglicherweise nicht mehr in dieser Woche, aber “sehr bald“ unterzeichnet, sagte Forster bei einem Kongress in Berlin. “Wir rechnen mit einem friedlichen Weihnachtsfest.“

Berichte, wonach er selbst die Opel-Führung nicht übernehmen wolle, bezeichnete Forster als Spekulation. “Wir haben immer gesagt: Wir reden nicht über Personalfragen, sondern suchen erst eine Lösung für Opel.“ Forster, der lange als neuer Mister Opel galt, war von 2001 bis 2004 Opel-Chef und leitete zuletzt das Europageschäft von General Motors (GM).

Forster verteidigt Stellenkürzungspläne von Magna

Er verteidigte die Stellenkürzungspläne von Magna. Der Investor will europaweit 10.000 Stellen streichen. “Wir glauben, das ist der Plan und sehen jetzt nicht einen Grund, das noch zu erweitern.“ Es sei aber auch möglich, dass GM Opel behalte. “Es gibt auch ein Leben mit GM, das haben wir schon gelebt.“ Bei einem Teilverkauf an Magna müsse Opel “die Verbindung zu GM hegen und pflegen“.

Forster würdigte zudem das Durchhaltevermögen der Beschäftigten. “Es sind extrem schwierige Zeiten“, sagte er. Dennoch habe Opel Marktanteile hinzugewonnen. Das sei ein Verdienst der loyalen Mitarbeiter.

“Wir brauchen eine Entscheidung“, sagte Forster und deutete an, dass sonst der Zusammenhalt der Opel-Beschäftigten leiden werde. “Wir merken, dass, wenn Anrufe von Headhuntern kommen, der eine oder andere doch nervös wird.“ Zugleich zeigte sich der 55-Jährige überzeugt: “Wenn wir über ein paar Tage oder Wochen reden, werden alle mitmachen.“

Forster begrüßte die Entscheidung der europäischen Mitarbeiter, unter anderem über Lohnverzicht jährlich 265 Millionen Euro einzubringen. Dafür erhalten sie zehn Prozent der Anteile an “NewOpel“ und sind künftig stimmberechtigte Investoren. “Es war ganz wichtig, dass sie das heute noch gerade rechtzeitig in das GM-Board hineingefüttert haben.“

dpa

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