Wegen AKW-Moratorium

Eon fordert Millionen-Ersatz von Ländern

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Das von Eon betriebene Atomkraftwerk Isar I bei Landshut.

Berlin - Das nach der Katastrophe von Fukushima verhängte Atomkraft-Moratorium kostete den Energieriesen Eon Millionen. Die fordert er jetzt von Niedersachsen und Bayern zurück.

Der Energiekonzern Eon fordert wegen der zunächst vorläufigen Abschaltung der Atomkraftwerke Unterweser und Isar 1 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima Schadenersatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro. Diesen Schaden habe das Unternehmen gegenüber den zuständigen Ministerien in Niedersachsen und Bayern sowie dem Bundesumweltministerium außergerichtlich geltend gemacht, teilte eine Sprecherin von Eon am Mittwoch auf Anfrage von AFP mit.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof habe rechtskräftig festgestellt, dass das Kernenergie-Moratorium formell und materiell rechtswidrig gewesen sei. Das Unternehmen werde den Rechtsweg beschreiten, sollten die Behörden den Eon entstandenen Schaden nicht anerkennen, erklärte die Sprecherin weiter.

Die Sendung "Rundschau" des Bayerischen Fernsehens hatte zuvor unter Berufung auf einen Eon-Sprecher berichtet, durch die Abschaltung des Atomkraftwerks Isar 1 sei ein Schaden von 80 Millionen Euro entstanden. Das Kraftwerk habe wegen der "rechtswidrigen Verfügung während der dreimonatigen Stilllegungsphase vom 17. März 2011 bis zum Inkrafttreten der 13. Atomgesetznovelle am 8. August 2011 nicht für die Stromproduktion zur Verfügung" gestanden.

Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima vom März 2011 waren aufgrund einer Entscheidung der Bundesregierung acht überwiegend ältere Atomkraftwerke zunächst vorläufig vom Netz genommen worden. Die Anlagen blieben danach dauerhaft abgeschaltet, nachdem eine breite Mehrheit im Bundestag den Atomausstieg beschlossen hatte. Bis Ende 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke den Betrieb einstellen.

afp

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