Am Donnerstag

Keine Extragebühren mehr bei Flixbus? OLG München verhandelt Klage

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Haben Extragebühren für gewisse Zahlungsmethoden bei Flixbus bald ein Ende?

Das OLG München verhandelt am Donnerstag eine Klage gegen Flixbus. Konkret geht es darum, ob das Fernbusunternehmen Extragebühren für gewisse Zahlungsmethoden erheben darf.

München - Die grünen Busse sind mittlerweile keine Seltenheit mehr auf deutschen Autobahnen. Grund des Flixbus-Erfolges dürften die günstigen Preise sein. Doch das Unternehmen sorgt auch für Unmut, immerhin erhebt es Extragebühren für Paypal-Zahlungen und Sofortüberweisungen. Ob dies nun rechtmäßig ist, prüft im Moment das Oberlandesgericht München.

Flixbus: OLG München verhandelt Klage

Am Donnerstag um 11.15 Uhr wird die Klage von bundesweiter Bedeutung für das Online-Bezahlwesen verhandelt: Dürfen Unternehmen von ihren Kunden derartige Extragebühren verlangen? Im konkreten Fall klagte die Wettbewerbszentrale gegen das Unternehmen Flixbus, das beim Online-Fahrkartenkauf von den Fahrgästen Gebühr für die Nutzung dieser Zahlmethoden kassierte. In der ersten Instanz verlor die Firma vor dem Landgericht München, das die Extragebühren im Dezember 2018 für rechtswidrig erklärte. Flixbus hat Berufung eingelegt, weswegen das Verfahren nun in die zweite Runde geht.

Doch dass die Preise für Fernbusreisen im Generellen immer stärker steigen, zeichnete sich bereits im Sommer dieses Jahres ab. Auch hier sind vor allem Zusatzgebühren Schuld an den teurer werdenden Tickets. Der Preiskampf kippt spürbar zugunsten der Bahn. Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer für Zugtickets beunruhigt die Flixbus-Chefs offenbar sehr. Hunderte Städte sollen auf einer geheimen Streichliste des Konzerns stehen, ein Land ist gar schon komplett abgemeldet. 

Flixbus erhebt Zusatzgebühren für Paypal-Zahlungen und Sofortüberweisungen - Klage beruht auf EU-Vorgabe

Der Hintergrund für die Klage ist, dass Unternehmen wie Flixbus selbst Provisionsgebühren zahlen müssen, wenn sie von ihren Kunden Geld per Paypal oder Sofortüberweisung erhalten. Mittlerweile dürfen Unternehmen aber von Verbrauchern europaweit keine Gebühren mehr für Online-Überweisungen im sogenannten Sepa-Zahlungsraum kassieren. Damit will die EU bargeldlose Zahlungen vereinheitlichen.

Reisen mit dem Fernbus bergen jedoch auch einige Überraschungen. Erst Mitte des Jahres ertappte ein Fahrgast eine Flixbus-Fahrerin bei einer unglaublichen Aktion. Auch eine Familie aus München hatte eine abenteuerliche Fahrt mit einem Flixbus, wie Merkur.de* berichtet.

dpa/mef

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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