Firmenflotten treiben deutschen Automarkt an

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Zulassungsstelle in München: In diesem Jahr sind schon rund 1,91 Millionen Autos zugelassen worden. Foto: Marc Müller/Archiv

Neue Autos sind vergleichsweise günstig zu haben, besonders Firmenkunden decken sich derzeit ein. Viele Privatleute begnügen sich mit einem Gebrauchten.

Flensburg (dpa) - Die deutschen Unternehmen erneuern ihre Fuhrparks und treiben damit den Automarkt an. Das Wachstum beschleunigte sich im Juli mit einem Plus von 7,4 Prozent auf 290 196 Neuzulassungen.

Wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte, wurden damit in diesem Jahr insgesamt schon rund 1,91 Millionen Autos zugelassen - 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Flottenzulassungen leisteten dazu einen wichtigen Beitrag, hob der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller hervor. Auch der Gebrauchtwagen-Markt bleibt in Schwung: Knapp 4,4 Millionen Besitzumschreibungen in den ersten sieben Monaten entsprachen einem Plus von 4,8 Prozent.

Wer einen neuen Wagen sucht, kann weiter auf kräftige Rabatte hoffen. "Kaum jemand zahlt noch Listenpreise", sagte Peter Fuß, Branchenfachmann der Beratungsgesellschaft EY. Fast jede vierte Neuzulassung werde inzwischen nach kurzer Zeit als Vorführwagen, Tageszulassung oder junger Gebrauchter auf den Markt geworfen.

Dieser werde künstlich aufgebläht und überhitzt, warnte der Duisburger Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Er rechnet mit einer Abkühlung im zweiten Halbjahr. Wie der deutsche Branchenverband VDA erwartet er im Gesamtjahr 3,1 Millionen Neuzulassungen.

Der VDA betonte dagegen auch die derzeitige Stärke des Automarktes. Zuversichtlich stimme auch der Auftragseingang aus dem Inland, der sieben Prozent über dem Vorjahresniveau liege. Die Inlandsproduktion stagnierte nach Verbandsangaben in den ersten sieben Monaten bei 3,45 Millionen Autos. Der Export wuchs im selben Zeitraum leicht um ein Prozent auf 2,7 Millionen Fahrzeuge.

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