Sinn oder Unsinn?

EZB kauft für über 10 Milliarden Euro Unternehmensanleihen

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Der Hauptsitz der EZB in Frankfurt am Main.

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank hat inzwischen Unternehmensanleihen im Volumen von gut 10 Milliarden Euro erworben. Experten zweifeln an der Sinnhaftigkeit.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat inzwischen Unternehmensanleihen im Volumen von gut 10 Milliarden Euro erworben. Am Freitag habe das Volumen der entsprechenden Papiere in der Bilanz bei gut 10,4 Milliarden Euro gelegen, teilte die Notenbank am Montag in Frankfurt mit. Damit haben die Währungshüter zuletzt binnen einer Woche Unternehmensanleihen im Wert von knapp zwei Milliarden Euro zugekauft. Darunter waren viele Papiere deutscher Konzerne: Auf der Kaufliste der EZB standen unter anderem Anleihen des Autobauers Daimler, des Versicherers Allianz, des Industriekonzerns Siemens und des Chemieriesen BASF.

Im Kampf gegen die niedrige Inflation in der Eurozone erwirbt die EZB seit Anfang Juni neben Staatsanleihen auch Anleihen von Unternehmen. Monatlich wollen die Währungshüter Wertpapiere im Volumen von durchschnittlich 80 Milliarden Euro kaufen. Mit den Geldspritzen in die Finanzmärkte will die EZB die wirtschaftliche Nachfrage in der Eurozone stärken, Anreize für Investitionen schaffen und so Wachstum und Inflation erhöhen. Unter Experten sind die Anleihekäufe wegen Zweifeln an der Wirksamkeit, möglicher Risiken für die Finanzmärkte und rechtlicher Bedenken umstritten.

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