EZB-Direktor Asmussen: Keine Inflationsgefahren

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Jörg Asmussen: Keine Gefahr einer Inflation.

Kronberg - Jörg Asmussen, Deutschlands Vertreter im EZB-Direktorium hat Bedenken zu den jüngsten Aktionen der Währungshüter zurückgewiesen und versichert, es bestehe keine Gefahr einer Inflation.

Asmussen hat das von den Währungshütern beschlossene Anleihekaufprogramm vor Top-Managern verteidigt. „Ich kann Ihnen versichern: Staatsanleihenkäufe werden keine inflationären Folgen haben“, sagte Asmussen am Freitag laut Redetext in Kronberg. Die Notenpresse werde nicht angekurbelt. „Es geht auch nicht um die Monetisierung von Schulden, wie einige Kommentatoren behaupten.“ Das Geld, das dem Markt mit den Ankäufen zugeführt werde, werde an anderer Stelle wieder abgezogen.

Von Inflation oder Geldentwertung in Deutschland könne, so Asmussen, auch deshalb keine Rede sein, weil die Inflationserwartungen im Euroraum dies nicht erwarten liessen. Umfragedaten der EZB zufolge werde in den nächsten zwölf Monaten eine Inflationsrate von 1,91 Prozent für Deutschland erwartet. Sie sei aber auch auf Sicht von bis zu zehn Jahren fest verankert - um einen Wert von zwei Prozent.

„Im Euroraum findet Anpassung nicht über den scheinbar einfachen Weg der Inflation statt, sondern über den harten Weg von Reformen“, sagte Asmussen. Diese würden in der Verantwortung der Regierungen liegen. Asmussen lobte Fortschritte in einigen Krisenländern und betonte erneut, dass bei möglichen Anleihekäufen der Internationale Währungsfonds (IWF) mit im Boot sitzen solle.

dpa

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