Vor Spitzengespräch

Ex-Chef der Monopolkommission für Aufteilung von Tengelmann

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Die Zukunft der Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann ist ungewiss. Foto: Oliver Berg

Düsseldorf - Am Donnerstagabend ist möglicherweise die letzte Chance, eine Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann zu verhindern. Der frühere Leiter der Monopolkommission wäre allerdings dafür.

Daniel Zimmer hat sich für die Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann und den Verkauf der Teile an verschiedene Unternehmen ausgesprochen. "Diese Lösung könnte in kurzer Frist realisiert werden", sagte Zimmer den "Ruhr Nachrichten". 

Würde das Filialnetz von Tengelmann unter mehreren Handelsunternehmen aufgeteilt, wären einerseits die Wettbewerbsbedenken nicht so groß wie bei einer Komplettveräußerung an den Marktführer Edeka. Außerdem müsste es auf diesem Wege auch langfristig nicht zum Abbau von Jobs kommen, sagte Zimmer.

Seinen Angaben zufolge hatten mehrere Wettbewerber Interesse an Tengelmann gezeigt - so habe das Schweizer Einzelhandelunternehmen Coop das Berliner Filialnetz übernehmen wollen, Tegut die Geschäfte in Bayern.

Die Monopolkommission hatte sich unter ihrem damaligen Chef Zimmer wie das Bundeskartellamt gegen die geplante Fusion von Edeka und Tengelmann ausgesprochen. Diese Absage der Wettbewerbshüter hebelte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) aber mit einer sogenannten Ministererlaubnis aus. Zimmer hatte daraufhin sein Amt niedergelegt.

An diesem Donnerstagabend wollen sich die Topmanager von Edeka, Tengelmann und Rewe mit der Gewerkschaft Verdi zu einem Spitzengespräch treffen. Dies ist möglicherweise die letzte Chance, eine Zerschlagung der Supermarktkette zu verhindern und Tausende Arbeitsplätze zu retten. Der Handelsriese Rewe hatte am Dienstag eine "faire Aufteilung" von Tengelmann gefordert.

Die zehn erfolgreichsten Handels-Unternehmen

Vor dem Spitzengespräch geht es am Mittwoch auch vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf um Tengelmann. Das Bundeskartellamt hatte in seiner Untersagungsverfügung den Supermarktketten auch einen gemeinsamen Einkauf untersagt. Dagegen wehren sich Edeka und Tengelmann nun.

dpa

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