Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky zeigt Einsicht

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Gerhard Gribkowsky soll sich laut einem vertraulichen Gesprächsprotokoll einsichtig zeigen.

München - Im Bestechungskrimi um den Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky werden weitere Details bekannt. Aus einem vertrauliches Gesprächsprotokoll geht hervor, dass der sich 53-Jährige einsichtig zeigt.

Der Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky soll in einem Gespräch mit der Staatsanwaltschaft eingeräumt haben, dass ihm das Geld in seiner österreichischen Stiftung „nicht wirklich zustand“. So steht es in einem Vermerk der Staatsanwaltschaft München über ein Gespräch am 29. Dezember 2010, der dem Münchner Merkur vorliegt.

Ecclestone habe Gribkowsky sogar 80 Millionen Dollar geboten, die er auf einem Konto in Singapur parken wollte. Dort hätte sich Gribkowsky bedienen können. Das habe er aber abgelehnt, da er nicht „sein ganzes Leben lang ,Steuerhinterzieher‘ sein und auch kein Schwarzgeld haben wolle“, heißt es laut Münchner Merkur(Wochenendausgabe) in dem zwölfseitigen Vermerk. Deshalb habe er eine „Papierlage mit Beraterverträgen“ schaffen wollen.

Gribkowsky sitzt in Untersuchungshaft, weil ihm die Staatsanwaltschaft Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung vorwirft. Er soll 50 Millionen US-Dollar für ein „Entgegenkommen“ beim Verkauf der Formel-1-Anteile für die BayernLB bekommen haben.

Der Ex-BayernLB-Vorstand erklärt die Zahlung laut des Vermerks mit einer Beratertätigkeit für Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und dessen Holding Bambino. Er habe „in erheblichem Umfang insbesondere am Wochenende hart gearbeitet“. Der Widerspruch zur Aussage, das Geld stehe ihm nicht zu, wird nicht aufgeklärt.

Gribkowsky habe laut des Protokolls außerdem gesagt, er sei nach einer Drohung Ecclestones im Perlacher Forst zusammengeschlagen worden. Eine Verbindung zu Ecclestone habe sich aber nicht nachweisen lassen. Der Ex-Manager ließ im Anschluss an das Gespräch laut des Vermerks zwei Staatsanwältinnen freiwillig in seine Villa in Grünwald, zeigte ihnen Dokumente und ließ sie Daten von seinem Rechner kopieren.

Gribkowsky soll zudem ausgesagt haben, dass er einen Preis von „über 1 Milliarde Euro“ für die BayernLB-Anteile an der Formel 1 ausgehandelt habe. Es habe sich um einen „sensationell guten Preis“ gehandelt. Bislang hieß es, die Bank habe nur 837 Millionen Dollar erhalten.

mm

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