Touristische Ziele im Ausland

Eurowings richtet sich auf harten Wettbewerb mit Ryanair ein

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Die Eurowings will weiter stark zulegen. Um alleine mit dem Marktwachstum mitzuhalten, müssen jedes Jahr zehn neue Maschinen in Dienst gestellt werden, sagt der Geschäftsführer. Foto: Sebastian Gollnow

München/Frankfurt (dpa) - Der Lufthansa-Billigflieger Eurowings richtet sich auf einen harten Wettbewerb mit der irischen Ryanair vor allem am Flughafen Düsseldorf ein.

Mit den Flugrechten der kürzlich übernommenen Laudamotion werde sich Ryanair dort verstärkt niederlassen, erklärte Eurowings-Geschäftsführer Oliver Wagner. Aus seiner Sicht seien die nach der Air-Berlin-Pleite aufgetretenen Lücken im Düsseldorfer Flugplan bereits "mehr oder minder" wieder geschlossen.

Der Ryanair-Einstieg bei Lauda hatte auch Folgen für die stark wachsende Eurowings. Statt der geplanten acht Lauda-Jets hat die Lufthansa-Tochter von den Österreichern nur vier Flugzeuge samt Personal bis Ende Mai angemietet und musste die übrigen Maschinen und Besatzungen aus eigener Kraft beschaffen. Über eine mögliche Fortsetzung der Miete werde noch verhandelt, sagte Wagner. Im März seien die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent gestiegen bei einem nur um 31 Prozent erweiterten Angebot.

Die Eurowings will dem Geschäftsführer zufolge weiter stark zulegen. Um alleine mit dem Marktwachstum mitzuhalten, müssen jedes Jahr zehn neue Maschinen in Dienst gestellt werden, sagte Wagner. Derzeit bewältige man mit einer "Mordsanstrengung" die Integration von 80 neuen Flugzeugen, die in dem Eurowings-System auch von externen Gesellschaften geflogen werden können. Es werde bis zum Winter dauern, bis sämtliche Flugzeuge umlackiert und die Besatzungen mit Eurowings-Uniformen ausgestattet sind.

In München bietet das Unternehmen in diesem Sommer erstmals Langstreckenflüge zu touristischen Zielen vor allem in den USA und der Karibik an. Auch die innerdeutschen Verbindungen nach Hamburg, Köln und Düsseldorf werde man ausbauen, kündigte Wagner an. Am Standort werde man mit mehr als 2 Millionen Passagieren eine starke Nummer 2 hinter der Lufthansa werden. Von deren Zubringer-Flügen könne man für die Langstrecke deutlich profitieren.

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