Eurostar-Auftrag an Siemens vor Gericht

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Auftrag für neue Eurostar-Züge an Siemens wird vor Gericht angefochten.

London - Der Streit um den Auftrag für neue Eurostar-Züge durch den Kanaltunnel nach London beschäftigt seit Montag ein Londoner Gericht. Siemens hat den Auftrag erhalten, das wird nun angefochten.

Der französische Alstom will die Vergabe des Auftrags an den deutschen Hersteller Siemens juristisch anfechten und eine einstweilige Verfügung erwirken. Der High Court in der britischen Hauptstadt will darüber möglicherweise am Dienstag entscheiden. Eurostar, ein französisch-belgisch-britisches Konsortium, will den Auftrag für zehn neue Züge mit einem Volumen von rund 600 Millionen Euro an Siemens vergeben.

Alstom, der Hersteller der bisher durch den Kanaltunnel verkehrenden Eurostar-Züge, ging bei dem Ausschreibungsverfahren leer aus. Der Vertrag ist jedoch noch nicht unterzeichnet. Der französische Konzern behauptet jedoch, bei der Ausschreibung sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Europäisches Vertragsrecht sei verletzt worden. Unter anderem würde Eurostar im Falle des Zustandekommens des Vertrages bei Siemens Züge kaufen, die den Sicherheitsbestimmungen für Fahrten durch den Kanaltunnel nicht entsprächen.

Ohne das Wissen von Alstom habe Eurostar mit Siemens und einer länderübergreifenden Sicherheitskommission im Juli über mögliche Änderungen der Sicherheitsbestimmungen im Kanaltunnel gesprochen, machte die Anwältin des Konzerns vor Gericht geltend. Am 18. August habe Eurostar einen Vorvertrag mit Siemens unterschrieben. Erst im Oktober sei Alstom informiert worden, dass das französische Gebot für den Auftrag nicht erfolgreich gewesen sein. Alstom sieht deswegen die Grundsätze der Transparenz verletzt.

dpa

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