Medienberichte:

Athen spielt im Reformstreit weiter mit dem Feuer

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Athen hofft auf einen "Zaubersatz" aus Brüssel. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Athen/Brüssel - Vor der Sitzung der Eurogruppe in Brüssel taktiert die griechische Regierung Medienberichten zufolge weiter.

Dabei werde nicht ausgeschlossen, dass eine am Dienstag fällige Tilgungs-Tranche an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von 756 Millionen Euro nicht überwiesen werde - etwa falls die Eurogruppe sich hart zeigt und keine Möglichkeiten für weitere Hilfen an Griechenland offen lässt.

Dies berichtete die Zeitung "To Vima" am Montag unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen in Athen. Das Taktieren sei "ein Spiel mit dem Feuer", schrieb "To Vima".

Die Zeitung "Kathimerini" berichtete dagegen, eine mögliche Nichtzahlung der Tranche sei am Wochenende zwar innerhalb der Regierung im Gespräch gewesen, sie solle aber am Dienstag doch ausgezahlt werden. Darauf habe die Mehrheit der Kabinettsmitglieder bestanden. Andernfalls könne es unkontrollierbare Entwicklungen geben.

Der Sprecher der Parlamentsfraktion der regierenden Syriza-Partei, Nikos Filis, sagte im griechischen Fernsehen dazu: "Wir sind in ständiger Tagung (der Entscheidungsträger der Regierung). Wir wollen nicht ein Bild der Konfrontation erzeugen angesichts der Verhandlungen (in der Eurogruppe)."

In Athen hofft man, dass die Europartner zumindest die Verhandlungen weiterhin offiziell auf Kurs sehen. Dies könnte der Europäischen Zentralbank (EZB) die Möglichkeit geben, den Geldhahn für Athen etwas mehr als bislang aufzudrehen. Die Geldgeber bestehen bislang darauf, dass blockierte Hilfen von 7,2 Milliarden Euro ohne ein umfassendes und fest vereinbartes Reformpaket nicht an das pleitebedrohte Land ausgezahlt werden sollen.

dpa

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