Eurobonds und Finanztransaktionssteuer: Instrumente gegen Euro-Krise

1 von 6
Eurobonds und Finanztransaktionssteuer sind seit langem diskutierte Instrumente im Kampf gegen die Euro-Finanzkrise.
2 von 6
Eurobonds sind gemeinsam ausgegebene Anleihen aller Eurostaaten. Bisher zahlen die einzelnen Länder für ihre Staatsanleihen unterschiedliche Risikoaufschläge, also Zinsen für ihre Kredite - je nach dem, für wie zahlungsfähig die Investoren den jeweiligen Staat beurteilen. Mit gemeinsam ausgegebenen Papieren entstünde in der Eurozone ein einheitlicher Zinssatz für alle Euroländer.
3 von 6
Befürworter von Eurobonds argumentieren, mit Gemeinschaftsanleihen steige die Kreditwürdigkeit der Eurozone als Ganzes. Derzeit können sich Länder wie Spanien und Italien nur noch gegen kritisch hohe Zinsaufschläge Geld zur Finanzierung ihres Haushalts beschaffen. Deutschland hingegen nimmt momentan extrem günstig neue Kredite auf, weil es als sehr zahlungsfähig gilt.
4 von 6
Mit Eurobonds müsste jedoch auch die Bundesrepublik den Investoren eine deutlich höhere Rendite zahlen. Das würde den Bundeshaushalt stärker belasten. Zudem argumentieren Kritiker der Bonds, dass mit einer Vergemeinschaftung der Schulden der Druck zu Sparmaßnahmen und Reformen in den Krisenländern Südeuropas sinken würde.
5 von 6
Die Finanztransaktionssteuer soll nach einem Vorschlag der EU-Kommission für sämtliche Finanzprodukte wie Aktien, Anleihen oder Derivate in allen 27 EU-Staaten gelten. Befürworter wie Deutschland und Frankreich erhoffen sich Einnahmen in Milliardenhöhe. Zudem könnte die Abgabe den sensiblen Hochgeschwindigkeitshandel an den Börsen weniger attraktiv machen.
6 von 6
Kritiker wie Großbritannien und Schweden fürchten, dass die Steuer Banken und Investoren vertreibt und damit der Wirtschaft in Europa schadet. Eine solche Besteuerung sei wettbewerbsschädigend, solange internationale Finanzplätze nicht mitmachen.

Eurobonds und Finanztransaktionssteuer: 
Instrumente gegen Euro-Krise

Das könnte Sie auch interessieren

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In welchen Berufen werden die Menschen am häufigsten krank? Dieser Frage sind die Krankenkassen nachgegangen. Das Ergebnis dürfte viele erstaunen.
Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

Tipps für schattige Gärten und Balkone

Von wegen Schattendasein: Sonnenarme Gärten und Balkone sind kein Nachteil. Mit den richtigen Pflanzen lassen sich auch schattige Ecken in sattes …
Tipps für schattige Gärten und Balkone

So bekommen Tapas einen deutschen Dreh

Kartoffeln mit Aioli oder Datteln im Speckmantel: Fällt der Begriff "Tapas", denkt man an Appetithäppchen aus der spanischen Küche. Doch auch …
So bekommen Tapas einen deutschen Dreh

Das Haus des Lebens: Strolchenvilla startet in Bassum

Casa Vida – das Haus des Lebens. Diesen Namen hat eine alte Villa in Bassum bislang getragen. Jetzt ist daraus ein neues Haus des Lebens entstanden: …
Das Haus des Lebens: Strolchenvilla startet in Bassum

Meistgelesene Artikel

Hammer-Urteil gegen VW: Käufer bekommen Schadenersatz - Grüne fordern auch Zahlungen von anderen Autobauern

Hammer-Urteil gegen VW: Käufer bekommen Schadenersatz - Grüne fordern auch Zahlungen von anderen Autobauern

Trotz Coronavirus: Lufthansa will ab Flughafen München wieder durchstarten - auch in weite Ferne

Trotz Coronavirus: Lufthansa will ab Flughafen München wieder durchstarten - auch in weite Ferne

Wegen Corona: Experte erwartet „Revolution“ - killt sie ein Symbol des Kapitalismus?

Wegen Corona: Experte erwartet „Revolution“ - killt sie ein Symbol des Kapitalismus?

Große Schuhkette schließt deutsche Filialen - Schuld soll das Kaufverhalten der Kunden sein

Große Schuhkette schließt deutsche Filialen - Schuld soll das Kaufverhalten der Kunden sein

Kommentare