Währung im Wert von rund 1,20 Dollar

Euro steigt auf den höchsten Stand seit Januar 2015

Der Kurs des Euro ist am Freitag zeitweise auf den höchsten Stand seit Januar 2015 gestiegen. In der Spitze kletterte die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,2092 US-Dollar.

Frankfurt/Main - Im Nachmittagshandel gab sie jedoch einen Teil ihrer Tagesgewinne ab und wurde mit 1,2037 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2060 (Donnerstag: 1,1971) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8292 (0,8354) Euro.

Der Euro hatte bereits am Vortag deutlich zugelegt. EZB-Präsident Mario Draghi äußerte sich am Donnerstag zwar kritisch zur Euro-Stärke. Gleichzeitig sorgte er aber mit Signalen für einen baldigen Ausstiegsplan zum Wertpapierkaufprogramm für Auftrieb beim Euro. Zudem war der wirtschaftliche Ausblick der Notenbank recht optimistisch. Die Devisenexperten der Commerzbank erwarten, dass die EZB erst bei einem Wechselkurs von 1,25 US-Dollar versuchen würde, den Höhenflug zu beenden.

„Dollar leidet unter dem politischen Durcheinander in Washington“

Den entscheidenden Grund für die Kursgewinne beim Euro sieht die Commerzbank jedoch in den USA. „Der Dollar leidet vor allem unter dem politischen Durcheinander in Washington“, kommentierte Experte Christoph Balz. Die Blockade der Finanzpolitik der USA bestehe weiter. So wurden ein Zahlungsausfall und ein Stillstand der Bundesverwaltung nur bis zum 8. Dezember vermieden. „Darüber hinaus sehen wir kaum eine Chance für eine baldige große Steuerreform“, schreibt Balz. Zudem sorgt laut Beobachtern die Furcht vor den möglichen hohen wirtschaftlichen Folgen des Hurrikans „Irma“, der auf Florida zurast, für weitere Verluste beim Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91268 (0,91403) britische Pfund, 129,50 (130,34) japanische Yen und 1,1405 (1,1412) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1346,25 (1343,50) Dollar gefixt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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