Dubai-Krise: Euro sackt unter 1,50 Dollar

+
Der Euro ist deutlich unter 1,50 Euro gefallen.

Frankfurt/Main - Belastet von anhaltenden Sorgen um die Finanzkraft des Emirats Dubai ist der Euro am Freitag deutlich unter 1,50 Dollar gefallen. Am Nachmittag kostete er 1,4936 Dollar.

Damit erholte sich der Euro bereits wieder von seinem Tagestief bei 1,4826 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4918 (Donnerstag: 1,5071) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6703 (0,6635) Euro.

„Noch herrscht eine gewisse Unsicherheit am Markt, zumal weitere Informationen aus Dubai auch erst kommende Woche zu erwarten sind“, sagte Devisenexperte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. Insgesamt bleibe er aber positiv für die weitere Euro-Entwicklung. Die Aktienmärkte hätten den Euro zuletzt gut gestützt und auch Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank zur möglichen Verlängerung des Anleihen-Ankaufprogramms kämen der Gemeinschaftswährung eher zu Gute. „Man muss nun abwarten, wie lange die Dubai-Unsicherheit vorherrscht.“

Eine Welle von automatisch ausgelösten Verkäufen nach dem Unterschreiten der Marke von 1,50 Dollar als Reaktion auf die Sorgen um Dubai hat der Deutschen Bank zufolge den Euro erst recht unter Druck gebracht. Einige, die eher auf eine Korrektur des Dollar gesetzt hätten, seien auf dem falschen Fuß erwischt worden. Die Abwärtsbewegung habe sich somit selbst verstärkt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90910 (0,91100) britische Pfund, 129,20 (130,70) japanische Yen und 1,5064 (1,5098) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1166,50 (Vortag: 1182,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 24 916,20 (Vortag: 25 235,80) Euro.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Bayern wahren Chance auf Gruppensieg - 2:1 bei Anderlecht

Bayern wahren Chance auf Gruppensieg - 2:1 bei Anderlecht

Barca und Chelsea im Achtelfinale - Man United patzt

Barca und Chelsea im Achtelfinale - Man United patzt

Mugabes Nachfolger Mnangagwa verspricht Jobs und Demokratie

Mugabes Nachfolger Mnangagwa verspricht Jobs und Demokratie

Argentinische Marine: "Keine Spur des verschollenen U-Boots"

Argentinische Marine: "Keine Spur des verschollenen U-Boots"

Meistgelesene Artikel

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Gibt es bald „Beauty-Waggons“ in Zügen?

Gibt es bald „Beauty-Waggons“ in Zügen?

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

BER: Noch kein Eröffnungstermin - aber auch der erste Ausbau kriselt schon wieder

BER: Noch kein Eröffnungstermin - aber auch der erste Ausbau kriselt schon wieder

Kommentare