Escada-Chef stößt seine eigenen Aktien ab

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Escada-Chef Bruno Sälzer

München - Escada-Chef Bruno Sälzer hat seine Anteile an dem insolventen Damenmodehersteller komplett abgestoßen.

Sälzer und seine Frau Jessica hätten ihre insgesamt rund 286.000 Stückaktien verkauft, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Nach dem drastischen Kursverfall der Aktie im Zuge der Pleite lag ihr Erlös bei nur noch rund 230.000 Euro. Ursprünglich hatten Sälzer und seine Frau rund 3 Millionen Euro an eigenem Geld in das Unternehmen gesteckt.

Ein Escada-Sprecher erklärte, Sälzer wolle sich auf seine Rolle als Vorstandschef konzentrieren und jeglichem Interessenkonflikt bei der Investorensuche für das Unternehmen vorbeugen. Aus dem gleichen Grund habe sich auch Escada-Produktionsvorstand Werner Lackas von seinen knapp 101.000 Escada-Aktien getrennt. Lackas erlöste knapp 88.000 Euro.

Escada mit weltweit rund 2300 Beschäftigten hatte in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen war durch hohe Verluste, Umsatzrückgänge und eine große Schuldenlast in die Existenzkrise geraten, ein Rettungskonzept für den Luxusmodehersteller scheiterte.

dpa

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