DIW erwartet Wachstum

Berlin - Bauwirtschaft und Industrieproduktion geben der Konjunktur in Deutschland nach einer Prognose des DIW zunehmend Schwung.

“Wir erwarten für das zweite Quartal ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent“, sagte der Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Vladimir Kuzin, am Donnerstag. In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte das Statistische Bundesamt jeweils ein Wachstum von 0,2 Prozent errechnet. Die wesentlichen Wachstumstreiber seien jetzt die Industrie und die Bauwirtschaft. Das produzierende Gewerbe sei im ersten Vierteljahr um ordentliche 3,1 Prozent gewachsen.

Die zunehmend positive Auftragslage in der Industrie spreche für eine Fortsetzung dieser Tendenz, erklärte Kuzin. “Deutliche Zuwächse in den exportgetriebenen Schlüsselindustrien zeugen von einem Aufschwung, der sich zunehmend stabilisiert.“ Die Lage der Bauwirtschaft sei durch die günstigeren Witterungsbedingungen und die Konjunkturprogramme bestimmt. Als Sorgenkind des Aufschwungs sehen die Konjunkturforscher weiterhin den privaten Verbrauch. Belastend wirke sich zudem die weit verbreitete Sorge um den Euro aus. “Ihre realwirtschaftlichen Effekte lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum verlässlich beziffern“, hieß es weiter.

dapd

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