IWF erwartet 2010 "soliden Aufschwung" in den USA

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Im Jahr 2010 soll es in den USA und damit auch an der Wall Street konjunkturell wieder aufwärts gehen.

Washington - Lichtblick für die weltgrößte Volkswirtschaft: Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für die US-Wirtschaft Mitte nächsten Jahres einen “soliden Aufschwung“. Entwarnung könne allerdings noch nicht gegeben werden.

Im Jahresschnitt 2010 sei mit einem Wachstum von 0,75 Prozent zu rechnen - noch im April hatte der IWF von einem “Null-Wachstum“ gesprochen. Damit korrigieren die Experten erstmals seit Beginn der Krise im Dezember 2007 ihre Erwartungen nach oben. In diesem Jahr schrumpfe die Wirtschaft allerdings noch um 2,5 Prozent.

Zugleich warnte der IWF in seiner am Montag veröffentlichten Konjunktureinschätzung vor den Risiken rasant wachsender Haushaltslöcher: Durch Konjunkturprogramme und andere Ausgaben im Kampf gegen die Krise werde das Etatdefizit in Washington zwischen 2009 und 2011 bei rund neun Prozent des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) liegen - mit möglichen Folgen für die US-Staatsanleihen und den Dollar.

Konjunkturelle Entwarnung könne allerdings noch nicht gegeben werden, betont der IWF. “Die mittelfristigen Aussichten sind durch einen ungewöhnlichen Grad an Unsicherheit gekennzeichnet.“ Es gebe noch erhebliche Risiken, etwa einen weiteren Verfall der Immobilienpreise oder ein weiteres Ansteigen der Arbeitslosigkeit. “Wir sehen einige gute Anzeichen, aber es stehen nach wie vor beträchtliche Herausforderungen bevor“, sagte der stellvertretende IWF-Generaldirektor John Lipsky. Die Konjunkturprogramme der US- Regierung hätten eindeutig Wirkung erzielt, heißt es in dem Bericht. Im Falle einer Verschlechterung der Lage seien auch weitere Maßnahmen zur Ankurbelungen denkbar.

Auch die Erwartungen für dieses Jahr korrigierte der IWF leicht nach oben. Die Wirtschaft werde um lediglich 2,5 Prozent schrumpfen, noch im April sprach der IWF von einem Minus von 2,8 Prozent. Grundsätzlich heißt es, zwar zeichne sich auf dem US-Immobilienmarkt sowie auf dem Arbeitsmarkt eine “Verlangsamung der Verschlechterung“ ab. Auch die Lage im Finanzsektor habe sich entspannt. Dennoch sei ein rascher Aufwärtstrend nicht zu erkennen. Die Arbeitslosigkeit in den USA , derzeit knapp über neun Prozent, werde nächstes Jahr auf knapp zehn Prozent steigen. Dagegen bleibe die Inflationsrate weiterhin sehr niedrig.

Allerdings verweisen die Experten eindringlich auf die Schattenseiten, wie die sich verschlechternde Haushaltslage in den USA . “Wie in anderen Ländern wird die Finanzkrise auch eine ernsthafte und anhaltende Verschlechterung der öffentlichen Finanzen als Ergebnis haben.“ Die gesamten öffentlichen Schulden der US- Bundesstaaten dürften sich bis 2011 auf 75 Prozent des BIP erhöhen. “Die finanzielle Krise wird auch wichtige Auswirkungen auf die Handelsbilanz und darüber hinaus auf die Rolle der USA in der Weltwirtschaft haben.“ Der IWF geht davon aus, dass der US-Dollar ungeachtet seiner jüngsten Schwächen nach wie vor leicht überbewertet ist.

dpa

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