HGAA: Ermittlungen gegen Berlin teilweise eingestellt

München - Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Investor und früheren Chef der Hypo Group Alpe Adria (HGAA), Tilo Berlin, teilweise eingestellt.

Berlin gilt als eine Schlüsselfigur im Debakel um den milliardenschweren Fehlkauf der HGAA durch die BayernLB und war seit langem im Visier der Ermittler. Allerdings werde gegen Berlin weiter wegen des Verdacht auf die Bestechung von Amtsträgern ermittelt, sagte eine Behördensprecherin am Montag.

Der maßgebliche Teil der Vorwürfe sei damit aber hinfällig, sagte ein Anwalt Berlins. Es sei nun klar, dass Berlin mit dem Vorstand der BayernLB rund um den Verkauf der HGAA an die Landesbank keine unlauteren Absprachen zum Nachteil der Bank getroffen habe.

Gegen acht frühere Vorstände der BayernLB haben die Ermittler bereits Anklage erhoben. Sie sollen beim Kauf der HGAA über Risiken der Transaktion hinweggesehen haben. Vier der Angeklagten wird vorgeworfen im Zusammenhang mit dem vom früheren Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider geforderten Sponsorings eines Stadions in Klagenfurt Amtsträger bestochen zu haben. Rund um diese Frage ermittelt die Staatsanwaltschaft München auch weiterhin gegen Berlin, sagte die Behördensprecherin. Eingestellt wurden die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Untreue gegen Berlin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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