Weg in die E-Mobilität

Elektroauto: Batterie aus Deutschland mischt Weltmarkt und E-Autos auf

Dem Elektroauto gehört die Zukunft der meisten Automobilkonzerne, doch gerade bei Batterien für E-Autos gibt es Probleme. Das könnte sich bald ändern.

Karlsruhe/Ulm – Es ist das große Thema der Verkehrspolitik: die Mobilitätswende. Das Elektroauto ist auf dem Vormarsch, doch es gibt noch einige Baustellen. Eine davon ist die Batterietechnologie für E-Autos, doch damit könnte bald Schluss sein. Einem Forscherteam vom Karlsruher Institut für Technologie und dem Helmholtz-Institut ist nun ein Durchbruch gelungen. Batterien aus Deutschland könnten in Zukunft den Weltmarkt und das E-Auto aufmischen.

Hochschule:Karlsruher Institut für Technologie
Gründer:Ludwig I.
Gründung:07. Oktober 1825

Elektroautos: Eine Lithium-Metall-Batterie aus Deutschland könnte das E-Auto voranbringen

Ein Forschungsteam aus Deutschland hat auf dem Feld der Batterietechnologie einen großen Fortschritt erreicht: Sie haben eine neue Lithium-Metall-Batterie entwickelt, die sich neben hoher Energiedichte durch besondere Haltbarkeit und Stabilität auszeichnet. Vor allem aber ist sie damit gut wiederaufladbar. Die Reichweite von Elektroautos könnte jetzt deutlich wachsen. Zwar war die Reichweitenangst in Bezug auf E-Autos zuletzt gesunken, die tatsächliche Reichweite der meisten Batteriewagen stieg hingegen nicht.

Eine hohe Energiedichte bedeutet, dass pro Masse besonders viel Energie gespeichert werden kann. Die neuen Lithium-Metall-Batterien speichern mehr Energie als die bisher verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus. Das ist für verschiedene Felder der Technik von Interesse, besonders aber für Elektroautos. Sie benötigen möglichst leichte, ausdauernde Batterien – das könnten Lithium-Metall-Batterien bieten. Bisher bedeutete eine hohe Reichweite meist einen schweren Akku.

Doch es ist nicht ganz so einfach, wie es klingt. Bisher waren Lithium-Metall-Batterien kaum wieder aufladbar und daher unbrauchbar für die Elektromobilität. Die Forscherinnen und Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie und dem Helmholtz-Institut in Ulm haben hierfür nun möglicherweise eine Lösung gefunden. Selbst nach vielen Ladezyklen verlor die Laborzelle in ihren Versuchen nur wenig Speicherkapazität. Automobilhersteller und Wirtschaft dürften aufhorchen.

E-Autos hadern an der Technologie von Batterien – Reichweite von Elektroautos noch gering

In der Batterietechnologie ist das ein wichtiger Schritt. Viele Automobilhersteller investieren aktuell massiv in die Forschung zu Batterien, sie sind der Schlüssel zu einer hohen Reichweite von Elektroautos – dem Sorgenkind der E-Mobilität. Bisher machen E-Autos schnell schlapp – es hadert an der Technologie der Batterie. Auch Volkswagen will in den kommenden Jahren Milliarden in Batterietechnologie investieren. Weltweit sollen neue Batteriezellenwerke entstehen, um die Verkehrswende zu realisieren. Es wird viel geforscht – auch Solarautos könnten immer interessanter werden.*

VW-Mitarbeiter bei der Produktion von Batteriezellen. Einer Forschergruppe aus Ulm und Karlsruhe könnte nun ein Durchbruch in der Batterietechnologie gelungen sein – das betrifft auch E-Autos. (kreiszeitung.de-Montage)

Weltweiter Bedarf an Lithium wächst stetig – wichtiger Rohstoff für Verkehrswende bis 2030

Ein Problem können jedoch auch die Forscherinnen und Forscher in Ulm und Karlsruhe nicht lösen: den wachsenden Bedarf an Rohstoffen. Die globale Nachfrage nach Lithium könnte sich im Zuge der Verkehrswende bis 2030 vervierfachen. Grundsätzlich gibt es genug Lithiumvorkommen, jedoch sind viele von ihnen bisher nicht erschlossen. Es könnte daher vorübergehend zu Verknappungen kommen. Damit die Verkehrswende wirklich dem Klimaschutz dient, muss durch die Politik zudem gewährleistet werden, dass der globale Lithium-Abbau klimafreundlich vonstattengeht.

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Die Forschung zu Batterietechnologie ist im vollen Gange, dabei ist Deutschland ein wichtiger Standort. Hersteller von Elektroautos beobachten jede Entwicklung genau – schließlich sind Batterien der Schlüssel zu reichweitenstarken E-Autos. Bisher verschwenden Batteriewagen beim Laden noch massig Strom. Zuletzt machte auch eine Firma namens Blackstone Technology auf sich aufmerksam. Sie ist die deutsche Tochter der Schweizer Holdinggesellschaft Blackstone Resources AG.

Elektroautos könnten bald mit Batterien aus 3D-Druckverfahren betrieben werden

In seinem Werk im sächsischen Döbeln stellt das Unternehmen nun ebenfalls Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos her: Der Konzern fertigt seine Batterien im 3D-Druckverfahren. Wie der Geschäftsführer von Blackstone Technology Holger Gritzka gegenüber kreiszeitung.de erklärte, handelt es sich dabei um ein 3D-Siebdruckverfahren, wie man es bisher beispielsweise aus der Zeitungsindustrie kennt.

Ob es sich dabei um eine zukunftsfähige Produktionsweise handelt, wird sich zeigen. In der Produktivität ist das 3D-Druck-Verfahren der klassischen Prozesskette aktuell noch unterlegen. Aber, und das zeigen auch die Forscherinnen und Forscher aus Ulm und Karlsruhe, das Feld ist dynamisch. Es wird viel versucht, schließlich ist die Batterietechnologie auch in Zukunft eines der großen Themen der Wirtschaft – auch wegen der E-Mobilität.*kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/Socrates Baltagiannis/dpa

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