Neue Regelung der EU

E-Books könnten bald billiger werden

Rechtzeitig vor den Sommerferien hat das EU-Parlament eine Regelung erlassen, die dafür sorgt, dass Verlage ihre elektronischen Bücher in Zukunft billiger anbieten können. 

Brüssel - Elektronische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften könnten bald niedriger besteuert und somit billiger werden. Das Europaparlament stimmte am Donnerstag einer Richtlinie zu, nach der die EU-Staaten die Mehrwertsteuer der elektronischen Ausgaben wie bei Druckerzeugnissen senken dürfen. Ob die Länder dem folgen und ob die Ermäßigung an Verbraucher weitergeben wird, ist offen. Die Bundesregierung ist für die Steuersenkung. Für gedruckte Bücher und journalistische Erzeugnisse gilt in Deutschland ein ermäßigter Satz bei der Mehrwertsteuer von 7 statt 19 Prozent.

Verleger hatten gefordert, elektronische Ausgaben genauso zu behandeln. Derzeit müssen sie EU-weit mit mindestens 15 Prozent besteuert werden. Nun können die Mitgliedsstaaten den jeweils für Printprodukte gültigen Satz anwenden.

„Unsere Art zu lesen hat sich in den vergangenen Jahren rasch verändert“, erklärte der zuständige Berichterstatter Tom Vandenkendelaere aus Belgien. „Es ergibt keinen Sinn mehr, zweifaches Maß anzulegen und eine Onlinezeitung höher zu besteuern als eine, die man in einem Laden kauft.“

Elektronische Bücher muss man aber nicht unbedingt gleich kaufen, immer mehr von ihnen sind auch in Bibliotheken erhältlich. Hier erfahren Sie mehr zur digitalen Bibliothek.

dpa

Rubriklistenbild: © Amazon

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