Watchlist: Die größten Wertvernichter

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Blick auf die Skyline mit den Bankenhochhäusern in Frankfurt am Main.

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank und die Commerzbank zählen Aktionärsschützern zufolge zu den größten Wertvernichtern unter den börsennotierten deutschen Unternehmen.

Das geht aus der am Donnerstag von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) veröffentlichten “Watchlist 2011“ hervor. Wer vor fünf Jahren sein Geld in Deutsche-Bank-Aktien investierte, musste nach Angaben der DSW inzwischen einen Wertverlust von 47,5 Prozent hinnehmen. Bei Commerzbank waren es demnach sogar 78,7 Prozent.

Die jährlich veröffentlichte “Watchlist“ der Aktionärsschützer erfasst traditionell die Namen der 50 größten Kapitalvernichter unter den börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften im sogenannten Prime Standard. Die Commerzbank rangiert darin vier Jahre nach dem Ausbruch der internationalen Finanzkrise auf Rang 15, die Deutsche Bank auf Rang 48.

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Größter Wertvernichter war laut DSW im vergangenen Jahr der Berliner Solarspezialist Solon. Das Unternehmen habe es geschafft, das Kapital seiner Aktionäre fast vollständig zu pulverisieren, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Wer vor fünf Jahren in das Unternehmen eingestiegen sei, habe mehr als 90 Prozent seines Kapitals verloren.

Die Tatsache, dass sich unter den schlechtesten 50 Unternehmen der aktuellen “Watchlist“ mehr als ein halbes Dutzend Solarwerte - darunter die Branchengrößen Q-Cells (Platz 3), Conergy (6) und Solarworld (18) - befinden, deutet nach Einschätzung des Experten allerdings darauf hin, dass sich in diesem Bereich in den vergangenen Jahren eine Blase entwickelt hat. Aus dieser Blase scheine angesichts der Diskussion um eine Ende der Subventionen in Deutschland und in anderen EU-Ländern nun die Luft zu entweichen.

Neben den beiden großen deutschen Banken finden sich auch andere bekannte Namen auf der Negativliste, darunter der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck (17), die Immobiliengesellschaft IVG (29), der Pay-TV-Sender Sky Deutschland (11), der Fernseh-Hersteller Loewe (43) und die Baumarktkette Praktiker (50). Weitere prominente Namen sind der Spielzeughersteller Zapf Creation (25) und der Erotik-Konzern Beate Uhse (10).

dapd

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