Parfümerie-Kette

Filial-Kahlschlag bei Douglas: Zwei Großstädte trifft es besonders hart 

Die Parfümerie-Kette Douglas plant tiefe Einschnitte in ihr Filialnetz. In Deutschland steht jedes siebte Geschäft vor dem Aus. In Großstädten greift der Konzern besonders hart durch.

Düsseldorf – Die Parfümerie-Kette Douglas setzt bei der geplanten Bereinigung ihres deutschen Filialnetzes vor allem in Städten mit Mehrfach-Standorten den Rotstift an. Das geht aus einer Übersicht vor, die Merkur.de* vorliegt.

Danach sind die härtesten Einschnitte offenbar in München und Köln geplant. In den beiden Metropolen will das Unternehmen jeweils vier Filialen schließen. In Hamburg stehen weitere drei Läden vor dem Aus, erklärte eine Unternehmenssprecherin gegenüber Merkur.de*

Douglas: München und Köln trifft es besonders hart

Nach den Plänen sollen in der bayerischen Landeshauptstadt die beiden Standorte Passauer Straße (zum 31.5.) und Leopoldstraße (31.7.) endgültig geschlossen werden. Die Läden in der Sendlinger und Neuhauser Straße hat Douglas bereits zum 31. Januar dichtgemacht.

In Köln* trifft es die Douglas-Geschäfte in der Ehrenstraße, Hohe Straße, Neusser Straße und der Sülzburgstraße. Dort laufen die entsprechenden Mietverträge jeweils zum 30. Juni aus. In Hamburg gibt die Parfümerie-Kette die Standorte in der Claus-Ferck-Straße (31.5.), Europassage (30.9.) und der Neuen Großen Bergstraße (31.5.) auf.

Daneben zieht das Unternehmen in den Läden im EKZ in Frankfurt (31.1.22) und dem EKZ in Kassel (30.9.) sowie in der Königstraße in Stuttgart (30.6.) den Stecker. In allen Städten bleibt das Unternehmen jedoch mit jeweils mindestens einem Geschäft vertreten.

Douglas: Parfümierie-Kette gibt Bamberg komplett auf

Aus Bamberg will sich der Konzern hingegen komplett zurückziehen. Man werde den einzigen Laden zum Jahresende schließen, erklärte eine Douglas-Sprecherin. Bei der Bewertung der Filialen habe man Wirtschaftlichkeit, langfristige Entwicklungsperspektiven, Umfeld und lokale Überlappungen berücksichtigt, erklärte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage. Die geplanten Schließungen beträfen „insbesondere defizitäre Filialen und Filialen ohne ausreichende wirtschaftliche und strategische Zukunftsperspektive“. Frühere Filialschließungen hätten zudem gezeigt, dass viele Kundinnen und Kunden auf umliegende Douglas-Filialen oder den Online-Shop des Unternehmens auswichen.

Douglas: Tiefe Einschnitte ins Filialnetz

Douglas hatte Ende Januar tiefe Einschnitte in sein Filialnetz angekündigt. Alleine in Deutschland will das Unternehmen insgesamt 60 seiner 430 Standorte schließen. 600 Mitarbeiter müssen gehen. Europaweit sind von den Plänen rund 500 der bislang 2400 Parfümerien betroffen. Immer mehr Kunden kauften inzwischen online, hatte Douglas-Chef Tina Müller zur Begründung gesagt. Dieser Trend sei durch Corona weiter beschleunigt worden. Man sei jedoch zuversichtlich, dass das verkleinerte Filialnetz für die nächsten Jahre „zukunftsfähig“ sei, hieß es.

Die Parfümeriekette hatte im Dezember bundesweit für Empörung gesorgt, nachdem sie mit Beginn des zweiten Lockdowns überraschend einige Parfümerien in Drogerien umwandelte, um die angeordneten Schließungen im Einzelhandel zu umgehen. Angesichts der heftigen Kritik ruderte Douglas-Chefin Müller jedoch eilig zurück. *Merkur.de und 24Rhein.de sind Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © stefan zeitz via www.imago-images.de

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