Arbeitnehmervertreter fürchten Job-Verluste

Air Berlin spricht mit Tui über Zusammenschluss von Touristiksparte

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Air Berlin spricht mit Tui und Etihad bestätigen Gespräche über einen Zusammenschluss. 

Berlin - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat die Fluggesellschaften Tuifly und Air Berlin aufgefordert, ihre Probleme nicht bei Kunden abzuladen. Währenddessen wird über einen Zusammenschluss verhandelt.

Update von Mittwoch, 5. Oktober 2016 um 8:17 Uhr:

Die in der Krise steckende Air Berlin verhandelt mit ihrem Großaktionär Etihad und der Tui über eine Zusammenlegung des Air-Berlin-Touristik-Geschäfts in einem neuen Verbund. Das teilte die angeschlagene Fluglinie am Mittwoch in Berlin mit und bestätigte damit entsprechende Berichte aus der Vorwoche.

Dobrindt ermahnt Tuifly und Air Berlin

Mit Blick auf verspätete und gestrichene Flüge zu Wochenbeginn sagte der CSU-Politiker der Bild-Zeitung (Mittwoch): „Natürlich sind Umstrukturierungsprozesse auch belastend für die Mitarbeiter. Aber gerade in solchen Umstrukturierungsprozessen ist es wichtig, dass die Verlässlichkeit der Flugverbindungen erhalten bleibt und die Kunden nicht darunter leiden.“

Stundenlange Verspätungen und Flugstreichungen am Montag und Dienstag hatten Fluggäste beider Airlines verärgert. Tuifly begründete die Probleme mit kurzfristigen Krankmeldungen von Flugzeugbesatzungen. Betroffen waren neben den Flughäfen Berlin-Tegel, Hannover und Hamburg auch Frankfurt und Stuttgart.

Als Hintergrund der Turbulenzen werden der Umbau der verschuldeten Air Berlin und damit einhergehende Veränderungen bei Tuifly gesehen - ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin. Am Freitagabend war bekanntgeworden, dass Tuifly mit dem Air-Berlin- Großaktionär Etihad und einem weiteren Partner in eine Dachholding integriert werden könnte. Arbeitnehmervertreter fürchten Job-Verluste und organisierten am Tuifly-Sitz in Hannover Krisensitzungen.

dpa

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