DIW: "Deutsche Bank muss an Ruf arbeiten"

München - Die harsche Kritik aus den USA bringt die Deutsche Bank in Schwierigkeiten, vor allem das Image von Deutschlands größtem Kreditinstitut leidet.

"Die Deutsche Bank muss stark an ihrem Ruf arbeiten", sagte Dorothea Schäfer, dem Münchner Merkur. Die Finanzmarktexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat keinen Zweifel daran, "dass die Deutsche Bank eine prominente Rolle innehatte und stark aktiv war" bei den hochspekulativen Hypotheken-Geschäften, deren Verluste die Finanzkrise mit ausgelöst hatten.

Gleichzeitig kritisierte Schäfer das Verhalten von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann als Vorsitzender des internationalen Bankenverbandes. "Der Verband hat stets vor zu viel Regulierung durch den Staat gewarnt und gleichzeitig die Keule ausgepackt und mit Arbeitsplatzverlusten gedroht, und das Szenario einer Kreditklemme heraufbeschworen", sagte sie dem MÜNCHNER MERKUR. "Dieser Aufbau von Horrorszenarien, der die Politik aufschrecken lässt, ist weder redlich, noch fördert es die Glaubwürdigkeit."

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