Modelloffensive angekündigt

Diesel und Kartellverdacht überschatten gute BMW-Zahlen

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Das Logo des Autoherstellers BMW ist an einer Autofelge angebracht. Foto: Monika Skolimowska/Illustration

München (dpa) - Der Autobauer BMW geht trotz Diskussionen um Dieselfahrverbote und Kartellvorwürfe in seiner Autosparte mit mehr Optimismus in das zweite Halbjahr. Im Kerngeschäft rechnet BMW auf Jahressicht nun mit einem "soliden" Zuwachs der Umsätze, wie das Dax-Unternehmen mitteilte.

Das bedeutet in der Sprachregelung ein Umsatzplus von mehr als 5 Prozent. Zuvor hatten die Münchener einen "leichten" Zuwachs erwartet, was bis zu 5 Prozent entspricht. Die Absatz- und Ergebnisprognose bestätigte der Konzern.

BMW ist laut Analysten der Premiumanbieter mit dem höchsten Dieselanteil in der Fahrzeugflotte - weltweit jeder dritte BMW fährt mit Selbstzünder.

Die Anleger wird interessieren, wie teuer BMW ein Software-Update für ältere Diesel einschätzt, um Fahrverbote in deutschen Großstädten zu verhindern. Außerdem prüft die EU-Kommission, ob VW, BMW, Daimler, Audi und Porsche mit Absprachen gegen das Kartellrecht verstoßen haben. Dann könnten saftige Bußgelder drohen. Bei den Zahlen sieht es gut aus bei BMW - auch im zweiten Quartal ist es rund gelaufen für den Autokonzern: BMW hat zwischen April und Juni weltweit mehr als 633 000 Autos verkauft, fast 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem in China steigt die Nachfrage kräftig.

Analysten erwarten, dass der Umsatz um gut 3 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro gestiegen ist und der Gewinn vor Zinsen und Steuern um fast 5 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro zugelegt hat. Sie bemängeln aber, dass die Verkäufe des BMW 5ers trotz des Modellwechsels im Frühjahr zuletzt sogar zurückgingen.

Krüger hat eine große Modelloffensive angekündigt. Neue Oberklasse- und Luxusautos mit höheren Preisen und höheren Gewinnmargen sollen mehr Geld in die Kasse bringen. Das kann BMW für steigende Investitionen in Forschung und Entwicklung von selbstfahrenden Elektroautos dringend gebrauchen.

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