Neuerungen für Verbraucher

Fahrverbote, Kosmetik, YouTube: Das ändert sich ab Februar

Besserer Schutz vor gefährlichen Stoffen, härtere Zeiten für Blogger und neue Richtlinien zum Diesel: Im Februar, ab heute, gibt es einige Änderungen, die Verbraucher kennen sollten. Ein Überblick.

Gesetzesänderungen, die ab dem neuen Monat in Kraft treten, gibt es diesmal kaum. Dennoch sollten Sie über neue Regelungen Bescheid wissen. 

Dieser Stoff in Kosmetika ist künftig verboten

In den Drogerien und Supermärkten standen bisher Sprays, Deodorants und andere Kosmetika in den Regalen, die Zinkoxid enthalten. Werden diese versehentlich eingeatmet, kann dies zu einer Lungenentzündung führen. Mit dieser Gefahr soll ab Februar Schluss sein: Am 24. Februar tritt eine EU-Verordnung in Kraft, wonach Kosmetik mit inhalierbarem Zinkoxid nicht mehr in den Handel kommen darf. Produkte mit Zinkoxid, die bis dahin schon ausgeliefert wurden, dürfen aber noch bis 24. Mai verkauft werden. Über die neue EU-Kosmetikverordnung berichtet die Ärztezeitung.

Härtere Zeiten für YouTube-Blogger

Die Online-Videoplattform YouTube ändert ihre Werberichtlinien zum 18. Februar. Laut chip.de reichten bisher 10.000 Aufrufe für ein Video, um Werbung ausspielen zu können. Künftig braucht ein Kanal mindestens 1000 Abonnenten und seine Videos müssen innerhalb eines Jahres mindestens 4000 Stunden abgespielt werden. „Besonders hart trifft diese Änderung kleinere YouTube-User, die gerade als Video-Blogger starten und noch keine große Fangemeinde aufweisen können“, bewertet chip.de diese Neuerung. 

Auf unseriösen YouTube-Kanälen soll außerdem keine Werbung mehr laufen. YouTube will deshalb Werbetreibenden ermöglichen, anhand ausgewerteter Spam- und Missbrauchsmeldungen zu entscheiden, ob sie Werbung auf einem Kanal ausspielen wollen oder nicht.

Wichtige Entscheidung zu Diesel-Fahrverboten

In Sachen Diesel gibt es zwar kein neues Gesetz, aber eine Verhandlung am 22. Februar am Bundesverwaltungsgericht könnte Signalwirkung haben. Es geht dabei um Diesel-Fahrverbote in Düsseldorf und Stuttgart. Die Deutsche Umwelthilfe hat den Prozess angestrengt. Erwartet wird, dass das Bundesverwaltungsgericht ein Grundsatzurteil zu den Voraussetzungen für Fahrverbote fällt. Für Städte wie München, Köln und Hamburg könnte dies richtungsweisend sein.

Konvention gegen Gewalt tritt in Kraft

Am 1. Februar tritt die so genannte Istanbul-Konvention in Kraft, die Frauen besser vor Gewalt schützen soll. Die Konvention ist ein internationales Abkommen, das die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, die Gleichstellung von Mann und Frau und das Recht der Frau auf ein gewaltfreies Leben zu stärken. Bundesrat und Bundestag haben dem Gesetz im Juli 2017 zugestimmt, am 1. Februar tritt es nun in Kraft, wie das Bundesfamilienministerium auf seiner Homepage mitteilt. Betroffene können sich nun vor Gericht direkt auf die Konvention berufen. 

Lesen Sie auch: Mehr Netto, höhere Renten, steigender Mindestlohn - Das ändert sich alles ab 2019

Rubriklistenbild: © dpa

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