Deutsche Industrie warnt vor Rohstoffmangel

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Rollen mit Kupferdraht: Die deutsche Industrie warnt vor einem Rohstoffmangel.

Berlin - Die deutsche Industrie hat vor einem Rohstoffmangel gewarnt. Werde nichts dagegen getan, seien massiv Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.

Dies teilte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Dienstag in Berlin mit. “Wir sehen, wie sich die Welt um uns herum - gerade auch China - mit Rohstoffen eindeckt“, sagte das BDI-Präsidiumsmitglied Ulrich Grillo. Deutschland leide unter Handels- und Wettbewerbsverzerrungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. So beschränke allein China den Handel mit Rohstoffen und Halbfertigwaren durch eine Reihe von Exportzöllen.

Betroffen sei unter anderem Kupfer, das für Elektromotoren benötigt werde. Bei den unverarbeiteten Rohstoffen gebe es in Deutschland noch keine akuten Versorgungsengpässe. Eine “Rohstofflücke“ sei jedoch mittelfristig zu befürchten.

“Erhebliche Versorgungsengpässe“ gebe es bereits bei den Sekundärrohstoffen. Darunter sind Abfälle, Reststoffe und Schrotte zu verstehen, die weiter verwertet werden können. Sie würden aber oft illegal ins Ausland exportiert oder von China aufgekauft. Metalle sind begehrt: Allein in einem durchschnittlichen Auto sind neben Stahl unter anderem rund 150 Kilo Aluminium, 25 Kilo Kupfer und 10 Kilo Zink verbaut. Bei Elektrofahrzeugen steige der Kupferanteil im Fahrzeug allein wegen des Elektromotors auf 65 Kilo.

Der BDI forderte die Politik auf, sich mehr für den Abbau von Handels- und Wettbewerbsverzerrungen einzusetzen. Dazu sei ein einheitliches Vorgehen der Wirtschafts-, Außen- und Entwicklungspolitik nötig. “Wir brauchen eine ganzheitliche Rohstoffstrategie für Deutschland und Europa“, sagte Grillo. Das Problem des Rohstoffmangels ist nicht neu: Vor zwei Jahren hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutsche Firmen ermuntert, zur Sicherung ihrer Interessen ausländische Bergbaukonzerne zu übernehmen. Grillo sagte, dies sei für die Unternehmen zu teuer. Zudem seien solche Beteiligung nicht nötig, wenn der Handel funktioniere.

dpa

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