Deutsche Bank legt Rechtsstreit bei: Millionenvergleich

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In den vergangenen Wochen hatte die Deutsche Bank bereits einen Reichsstreit um angebliche Manipulationen bei den Preisen für Gold und Silber beigelegt. Foto: Andreas Arnold

New York/Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Bank hat eine weitere ihrer zahlreichen Rechtsstreitigkeiten beilegen können. Gegen eine Vergleichszahlung von 50 Millionen US-Dollar schaffte das Institut eine Klage wegen angeblicher Manipulationen eines wichtigen Richtwerts im Geschäft mit sogenannten Zinsswaps aus der Welt.

Das geht aus Unterlagen eines New Yorker Gerichts hervor, die am Dienstagabend veröffentlicht wurden. Zinsswaps sind in der Finanzindustrie eine besondere Form von Derivaten. Der Wert von Derivaten wiederum orientiert sich an der Entwicklung bestimmter Aktien, Anleihen, Zinsen oder Währungen.

Eine Gruppe von Investoren hatte 2014 gleich 14 Geldhäuser wegen des Verdachts verbotener Absprachen beim Derivate-Wert Isdafix verklagt. Die Hälfte von ihnen beteiligt sich nicht an der jetzt getroffenen Einigung, sechs Großbanken machen dagegen bei dem Vergleich mit und zahlen dafür insgesamt 324 Millionen Dollar.

Der Isdafix ist eine wichtige Kennzahl für Zinssätze im Handel zwischen einzelnen Banken auf der Basis künftiger Zahlungsströme (Swaps). Daran orientieren sich Finanzprodukte im Wert von geschätzt mehr als 350 Billionen Dollar, mit denen sich etwa Pensionskassen gegen Risiken absichern.

In den vergangenen Wochen hatte die Deutsche Bank bereits einen Reichsstreit um angebliche Manipulationen bei den Preisen für Gold und Silber beigelegt. Der seit zehn Monaten amtierende Vorstandschef John Cryan hat die Klärung der juristischen Baustellen zu einer seiner wichtigsten Aufgaben erklärt. Derzeit hat die Bank rund 5,4 Milliarden Euro für solche Altlasten zur Seite gelegt.

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