Deutsche Bank: Kein Geschäft mehr mit Streubombenherstellern

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Streubomben in Kolumbien (Archivbild). Die Deutsche Bank kappt sämtliche Verbindungen zu Herstellern von international geächteten Waffen wie Streubomben.

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank kappt sämtliche Verbindungen zu Herstellern von international geächteten Waffen wie Streubomben.

Das Institut habe entschieden, dass es “Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen einstellen wird, die neben vielen anderen Produkten auch Streubomben produzieren“, erklärte ein Sprecher der Bank am Mittwoch in Frankfurt und bestätigte damit einen vorab veröffentlichten Bericht der Wochenzeitung “Die Zeit“.

Damit setzt der Konzern eine Ankündigung von Vorstandschef Josef Ackermann um. Bei der Hauptversammlung im Mai direkt mit einem Streubomben-Opfer konfrontiert, hatte Ackermann erklärt: “Wir unterhalten als globale Bank auch Geschäftsbeziehungen zu Mischkonzernen, die auch - vielleicht ohne, dass wir das wissen - Produkte herstellen, die geächtet sind.“ Ackermann kündigte damals an, solche Engagements künftig noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Der Sprecher erklärte nun: “Neue Geschäftsbeziehungen zu solchen Unternehmen kommen nur dann in Frage, wenn die Kunden sich dezidiert verpflichten, so schnell wie möglich aus diesem Geschäftsbereich auszusteigen.“ Streubomben verteilen große Mengen von Sprengkörpern über weite Flächen, Menschen werden wahllos verletzt und getötet. Die Konvention über Streumunition verbietet seit dem 1. August 2010 den Gebrauch dieser Waffenart. Auch die Herstellung, Lagerung und Weitergabe ist untersagt. Deutschland schloss sich der Konvention an.

dpa

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