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Hohe Energiekosten: Deutsche Bahn erhöht schon wieder die Preise

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Von: Patricia Huber

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Schlechte Nachrichten für Bahnfahrer: Im Winter steht erneut eine Preiserhöhung an. Zur Begründung verweist die Bahn auf die stiegenden Energiepreise.

Berlin – Mit dem Neun-Euro-Ticket wurde Bahnfahren zumindest vorübergehend wieder beliebter. Doch nach dem Schnäppchen-Ticket droht nun der Kostenschock. Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich auch in diesem Winter auf eine Fahrpreiserhöhung einstellen. Das machte Vorstandsmitglied Michael Peterson am Mittwoch deutlich.

Deutsche Bahn: „Natürlich werden wir die Preise erhöhen müssen“

Peterson verwies auf die stark gestiegenen Energiekosten. „Natürlich werden wir Preise erhöhen müssen“, sagte Peterson am Rande der Präsentation eines neuen Zuges in Berlin. Die Bahn werde Ende des Monats über die Erhöhung informieren. Aufs Jahr gerechnet erwartet der Konzern zusätzliche Energiekosten von etwa zwei Milliarden Euro.

Üblicherweise steigen die Preise zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember. Für den Regionalverkehr außerhalb von Verkehrsverbünden und Ländertarifen ist schon eine Fahrpreiserhöhung von durchschnittlich vier Prozent angekündigt. Die jüngste große Preiserhöhung gab es im Dezember 2021. Damals stiegen die Ticketpreise im Schnitt um rund 1,9 Prozent. Die BahnCards wurden um 2,9 Prozent teurer.

Deutsche Bahn stellt stufenlosen ICE vor

Eigentlich ging es bei der Veranstaltung, auf der sich Peterson zu den Preisen äußerte, mehr um gute Nachrichten. Denn die Deutsche Bahn hat ihren ersten ICE-Zug mit stufenlosem Ein- und Ausstieg vorgestellt. Rollstuhlfahrer können in diesen Zügen künftig erstmals ohne fremde Hilfe einsteigen, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte. Auch Fahrgäste mit viel Gepäck oder Kinder profitieren von dem ebenerdigen Einstieg.

Der sogenannte ICE L wird von dem spanischen Hersteller Talgo gebaut. 23 der Züge sollen ab Herbst 2024 schrittweise zunächst auf der Strecke Berlin-Amsterdam zum Einsatz kommen. „Im Jahr 2026 werden die Züge auch auf den touristischen Verbindungen nach Sylt und Oberstdorf verkehren“, erklärte die Bahn.

Der ICE L ist 256 Meter lang, besteht aus 17 Wagen und kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 230 Kilometer pro Stunde. Er bietet 85 Sitzplätze in der ersten und 477 in der zweiten Klasse. (ph/dpa/AFP)

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